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Landesarbeitsgemeinschaft Frauenbüros
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25 Jahre Einsatz für Frauen

ie Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros in Niedersachsen kann jetzt auf ein viertel Jahrhundert Einsatz für Frauen zurückschauen. Gefeiert wurde das Jubiläum im Neuen Rathaus in Hannover.
Vorne: Ute von Wrangell, ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Salzgitter und Friedel Schreyögg, der ehemaligen Gleichstellungsbeauftragten der Stadt München. Simone Semmler – vorletzte Reihe, 4. von links. Großbildansicht

Es werde Zeit die Stacheln auszufahren, bezog sich die ehemalige Niedersächsische Frauenministerin Heidrun Merk in ihrem Grußwort auf die Forderungen der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten nach Verbesserungen der gesetzlichen Bedingungen ihrer Arbeit.

Bei der anschließenden  Landeskonferenz konnte der Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Stefan Schostock dann rund 70 Gleichstellungsbeauftragte aus niedersächsischen Kommunen begrüßen. Mit dabei waren auch die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Salzgitter, Ute von Wrangell und die derzeitige Gleichstellungsbeauftragte Simone Semmler.

Oberbürgermeister Schostock unterstützt die Forderung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten nach angemessener Personalausstattung. Angesichts ständig wachsener Aufgaben in den Verwaltungen bräuchten Frauenbüros eine vernünftige Ausstattung mit Personal- und Sachmitteln. Er unterstrich in seiner Begrüßungsrede die Notwendigkeit von Fachpersonal in den Frauenbüros. Die Mitarbeiterinnen wirkten im Rahmen ihrer Querschnittsaufgabe in die gesamte Verwaltung und hätten als Expertinnen die Aufgabe Fachbereiche und Ämter in ihrem Vorgehen zu unterstützen und zu beraten. Er wisse um die Brisanz dieser Forderung, ließe sich aber in seinem Bemühen in der Sache zu werben, nicht abbringen. 

Im Anschluss diskutierten die Gleichstellungsbeauftragten die möglichen Änderungen der Niedersächsischen Kommunalverfassung. Ein einstimmiger Beschluss der Versammlung gibt dem Vorstand nun den Auftrag mit dem Ministerpräsidenten Stephan Weil den direkten Kontakt zu suchen. Die Gleichstellungsbeauftragten werden seit Monaten nur spärlich mit Informationen versorgt und beauftragten den Vorstand deshalb, nun den Ministerpräsidenten um Unterstützung zu bitten.

Salzgitters ehemalige Gleichtstellungsbeauftragte Von Wrangell hob gemeinsamen mit Friedel Schreyögg, der ehemaligen Gleichstellungsbeauftragten der Stadt München in einem Fachvortrag hervor, dass die Gleichstellungsbeauftragten als "Agentinnen des Wandels" und "Unternehmensberaterinnen" für die Kommunen wahrgenommen werden sollten. Die Politik dürfte sich nicht der Verantwortung für die Verwirklichung des Verfassungsauftrages zur Gleichberechtigung entziehen.

Semmler betonte: "Dieser Wandel, gleichstellungspolitische Arbeit als Managementaufgabe zu sehen, Gleichstellung als Querschnittsaufgabe zu etablieren, die steuernd und unterstützend in allen Arbeitsbereichen einer Kommune zur Beseitigung von Benachteiligungen von Frauen und Männern hinwirkt - genau dies ist die anspruchsvolle aber unbedingt notwendige Herausforderung der heutigen Zeit."

Donnerstag, 09.10.2014


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