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Mütter des Grundgesetzes
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Kinofilm über Mutter des Grundgesetzes

Das Gleichstellungsreferat der Stadt Salzgitter und der AWO-Kreisverband Salzgitter-Wolfenbüttel laden am Freitag, 21. November, um 18 Uhr zur Vorführung des Films "Sternstunde ihres Lebens; Artikel 3" in das AWiSTA Fredenberg, Kurt-Schumacher-Ring 4, in Lebenstedt ein.
Ausschnitt aus dem Kinoplakat „Sternstunde ihres Lebens; Artikel 3“ Foto: ARD Großbildansicht

Anlass ist die einstimmige Entscheidung des Ortsrat Nord Straßen im ersten Abschnitt des Neubaugebietes am Fredenberg in Lebenstedt mit den Namen der vier "Mütter des Grundgesetzes" zu widmen. Im zweite Abschnitt werden die Straßen nach drei Vorreiterinnen der deutschen Geschichte benannt.

Inhalt des Films: Bonn im Jahre 1948. Die Abgeordnete und Juristin Elisabeth Selbert kämpft unbeirrbar für die Aufnahme des Satzes "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" in das Grundgesetz der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland, gegen übermächtig scheinende Wiederstände. Durch eine von ihr initiierte und durchgeführte, bis dahin wohl beispiellose Öffentlichkeitskampagne mobilisiert, melden sich tausende Frauen des Landes zu Wort. Sie alle fordern dasselbe: Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der Verfassung zu verankern. Selberts Triumph ist grandios, ihr Antrag wird im neuen Grundgesetz unter Artikel 3, Absatz 2 aufgenommen. Die Verwirklichung dauert noch bis heute an.

Hintergrund:
"Männer und Frauen sind gleichberechtigt" - dieser für heutige Ohren selbstverständlich klingende Artikel unseres Grundgesetzes hätte fast nicht seinen Weg in unsere Verfassung gefunden. Dem unablässigen und hartnäckigen Einsatz und einer bis dahin wohl beispiellosen Öffentlichkeitsarbeits-Kampagne der Juristin Elisabeth Selbert ist es zu verdanken, dass Frauen heute verfassungsmäßig dieselben Rechte haben wie Männer - dass die Realität und die Gewohnheiten langsamer folgen, zeigt sich auch daran, dass 1994 die Ergänzung "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin" nötig wurde. 

Ein Schritt in diese Richtung und gleichzeitig ein Bekenntnis zur Gleichberechtigung ist die Widmung von sieben Straßen an sieben Frauen:
Elisabeth Selbert, Helene Weber, Friederike Nadig und Helene Wessel waren die einzigen Frauen im Parlamentarischen Rat, der das Grundgesetz verfasste. Helene Lange, Pädagogin und Frauenrechtlerin, Dorothea Erxleben, die erste promovierte deutsche Ärztin, sowie die zumindest zeitweise Salzgitteranerin Käthe Paulus, erste deutsche Berufsluftschifferin, Fallschirmspringerin und Erfinderin des modernen Fallschirms.

Info zur Straßenbenennung:
Folgende Straßennamen am Fredenberg werden vergeben:
Mütter des Grundgesetzes: Elisabeth-Selbert-Ring, Helene-Weber-Ring, Friederike-Nadig-Weg, Helene-Wessel-Weg.
Vorreiterinnen der deutschen Geschichte: Helene-Lange-Weg, Dorothea-Erxleben-Ring und Käthe-Paulus-Ring.

Donnerstag, 13.11.2014


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