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Leinenzwang
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Leinenzwang für Hunde in der freien Landschaft

Vielen Hundebesitzern mag sie möglicherweise unbekannt sein, doch sie ist schon seit dem 03.02.1987 in Kraft: Die Verordnung über den Leinenzwang für Hunde innerhalb von Schongebieten in Feld und Forst in der Stadt Salzgitter.

Leider häufen sich die Beschwerden von Passanten, Jägern und Förstern über uneinsichtige Hundehalter, die sich auch durch gute Worte nicht davon abbringen lassen, ihren Vierbeinern freien Lauf zu geben.

 

Natürlich möchten Hunde gern frei - ihrem Bewegungsdrang folgend - unangeleint herumtollen, doch darf das nicht zum Nachteil wild lebender Tiere geschehen. Reh, Hase, Fasan, Rebhuhn, Kaninchen und andere Wildtiere möchten nicht gehetzt oder gerissen werden. Das Gelege und die Jungtiere sollen während der Brut- und Setzzeit nicht zu Schaden kommen. Allein schon der Hundegeruch signalisiert Gefahr und Bedrohung, so dass Elterntiere ihre Jungen im "Duftbereich" von Hunden zurücklassen, was den sicheren Tod der Kleinen zur Folge hat.

Hundeliebhaber sollten auch ein Herz für wildlebende Tiere haben, deshalb im Kurzüberblick die wesentlichen Punkte der Verordnung:

  • Hunde sind in den Schongebieten der Stadt Salzgitter vom 1. Januar bis zum 30. Juni an der Leine zu führen.
  • Schongebiete sind alle Waldflächen, alle Gehölzgruppen in der Feldmark und alle Landschaftsschutzgebiete.
  • Wer diesen Bestimmungen zuwider vorsätzlich oder fahrlässig Hunde nicht an der Leine führt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

 

Auf folgende Bestimmungen sei hier auch hingewiesen:

  • Aufgrund der allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit besteht in der Zeit vom 1. April bis 15. Juli die Verpflichtung Hunde im Wald und in der übrigen freien Landschaft an der Leine zu führen (Niedersächsisches Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung). Hiervon sind Hunde, die zur
    befugten Jagdausübung oder von der Polizei als Diensthunde verwendet werden, ausgenommen.
  • Ganzjähriger Leinenzwang besteht in allen Naturschutzgebieten (Klärteich III, Mittleres Innerstetal mit Kanstein, Speckenberg, Köppelmannsberg), im Landschaftsschutzgebiet "Haverlahwiese" und am Sport-, Freizeit- und Erholungsgebiet "Salzgittersee". 
  • In Anlagen, auf Märkten, bei Umzügen, Festen, Veranstaltungen, in Ladenzentren und in den Fußgängerzonen dürfen Hunde nur an der Leine geführt werden (Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit in der Stadt Salzgitter). Mit Änderung der Verordnung Ende 2008 müssen die Hunde auch in Anlagen an die Leine genommen werden. Es handelt sich dabei um keinen generellen Leinenzwang für Hunde.  Schutz der Grünanlagen mit Erholungsfunktion (z.B. Stadtpark in Salzgitter-Lebenstedt, Greifpark in Salzgitter-Bad) ist Ziel der Neuregelung gewesen. In Salzgitter gibt es noch genug Flächen, wo Hunde unangeleint laufen können. Es ist keineswegs beabsichtigt, dass die Hunde auf jeder Rasenfläche an die Leine genommen werden müssen. Derartige Regelungen gibt es auch in vielen anderen Städten.
  • Auf Sportanlagen, in Freibädern, auf Spiel-, Bolz- und Abenteuerspielplätzen dürfen Hunde - mit Ausnahme von Blindenhunden - nicht mitgenommen werden (Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit in der Stadt Salzgitter).
  • Läufige Hündinnen sind in der Öffentlichkeit stets an der Leine zu führen (Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit in der Stadt Salzgitter).

 

Ausführliche Erläuterungen finden interessierte Hundehalter im Merkblatt der unteren Naturschutzbehörde, das in beiden Bürgercentern der Stadtverwaltung sowie im Fachgebiet Umwelt kostenlos bereitliegt.





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