Soziale Stadt Salzgitter: Ost- und Westsiedlung
Arbeitersiedlung mit städtebaulichem Charme
Die Ost- und Westsiedlung ist als Wohnsiedlung für Industriearbeiter in den 1930er und 40er Jahren in Anlehnung an Prinzipien der Gartenstadt entstanden. Kleinteilige Bebauungen mit großen Grünanteilen prägen das Erscheinungsbild und formen ein attraktives Wohnumfeld. Die Bautätigkeit war mit Arrondierungen in den 1950er Jahren abgeschlossen. Insgesamt wurde Wohnraum für mehr als 6.000 Bewohner geschaffen. Die Infrastrukturausstattung bietet alles Notwendige, von Kindergärten über Schulen bis zu Einzelhandels- und Dienstleistungsangeboten. Das Wohnungsangebot entspricht aber nicht mehr den heutigen Bedürfnissen: die Wohnungsgröße und auch der bauliche Zustand sind die größten Kritikpunkte. Der Einwohnerverlust ist mit über einem Fünftel in den letzten zehn Jahren bemerkenswert. Gleichzeitig hat die Zahl der Transferleistungsempfänger sowie der Ausländeranteil zugenommen. Neben städtebaulichen bestehen somit insbesondere auch soziale sowie kulturelle Defizite.
Start des Projektes Soziale Stadt Anfang 2005
Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt Salzgitter dazu entschlossen, einen integrierten und langfristig angelegten Stadterneuerungsprozess für das Wohnquartier Ost- und Westsiedlung im Rahmen des Bund-Länder-Programmes „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - Die Soziale Stadt" umzusetzen. Anfang 2005 erfolgte mit der Einrichtung des Quartiersmanagements Ost- und Westsiedlung der offizielle Start der Sanierungsmaßnahme „Soziale Stadt Salzgitter-Bad/ Ost- und Westsiedlung".
Viele bauliche und soziale Maßnahmen vorbereitet
Ziel des Programms ist die bauliche Erneuerung. Erste bauliche Maßnahmen fanden vor allem im öffentlichen Raum statt. In Kooperation mit Akteuren, Eigentümern und den Wohnungsgesellschaften wurden und werden Erneuerungsmaßnahmen konkret zur baldigen Umsetzung vorbereitet. Daneben wurden einige soziale Projekte zur Förderung der Integration und des Images durchgeführt. Ein wichtiger Kooperationspartner ist hier das „Netz Ost-West", ein Zusammenschluss vor Ort tätiger Kirchengemeinden und Einrichtungen.
Große Maßnahmen mit Signalwirkung stehen an
In den letzten fast zwei Jahren haben sich in der Projektarbeit Kooperationsstrukturen gefestigt, die für die weitere Sanierungstätigkeit eine standhafte Basis darstellen. Zusammen mit den örtlichen Akteuren wird als große Erneuerungsmaßnahme der Martin-Luther-Platz umgestaltet. Zudem wird aktuell auf Basis einer detaillierten denkmalpflegerischen und städtebaulichen Begutachtung ein Sanierungskonzept erarbeitet, das die Ziele der Sanierungsmaßnahme für die nächsten Jahre konkret festlegt und den erforderlichen Modernisierungs- und Instandsetzungsbedarf umreißt.

