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Jahreswechsel 12/13
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2012 - Salzgitters 70. Geburtstag

Grußwort des Oberbürgermeisters: Adventszeit - Zeit der Stille und Besinnung. So sollte es eigentlich sein, doch leider sieht die Wirklichkeit oft anders aus.
Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Großbildansicht

Diese Wochen sind besonders hektisch, ein Termin reiht sich an den anderen, Firmen- und Vereins-Weihnachtsfeiern,  Jahresabschlussgespräche und vieles andere mehr. Kaum Zeit uns wieder auf uns selbst zu besinnen und auf das, was uns wichtig ist im Leben. Wir sollten aufpassen, dass uns die Hektik nicht "auffrisst" und wir das Wesentliche aus den Augen verlieren! Der Heilige Abend, der Geburtstag Jesu Christus, das größte Fest der Christenheit, sollte der Beginn einer Ruhephase zum Jahresende im Kreis der Familie, Verwandten und Freunde sein. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie diese Ruhe finden!

Nehmen Sie sich die Zeit und lassen das Jahr 2012 noch einmal Revue passieren. Schauen Sie nach vorn und fragen sich, was 2013 wohl bringen mag. Nun, auf jeden Fall wird es kommen, denn der von den Mayas vorausgesagte Weltuntergang fand - wie erwartet - nicht statt.

Mit 2012 verbinde ich vor allem das 70. Gründungsjahr unserer Stadt. Wir haben am 1. April unseren "Geburtstag" mit der Eröffnung der neuen zeitgeschichtlichen Abteilung im Museum Schloss Salder, einem Schlagerkonzert mit Alex Parker und einem Empfang mit unseren fünf Partnerstädten mit Stolz und Freude gefeiert. Im Mai hielt Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder einen beeindruckenden Festvortrag. 

Gemeinsam mit Rat und Verwaltung war es mein Ziel mit allen Generationen zu feiern und ich bin stolz darauf, dass uns das gelungen ist! So haben wir beispielsweise das traditionelle Altstadtfest und den Kultursommer in diesem Jahr mit viel Liebe zum Detail besonders attraktiv und vielfältig gestaltet. Jung und Alt kamen zusammen und verbrachten vergnügliche Stunden miteinander.

Doch genauso wichtig waren die vielen kleinen und großen Veranstaltungen, die sich alle gern unter das Motto "70 Jahre Salzgitter" stellten und so regen Zuspruch erfahren haben. 

Zahlreiche Vereine, Verbände und Institutionen haben sich an den Feierlichkeiten beteiligt. Viele Ausstellungen und Veranstaltungen hauchten dem 70. Stadtgeburtstag Leben ein. Alle haben dazu beigetragen, dass das Jahr 2012 wahrlich ein Stadtgeburtstag war! Dafür bedanke ich mich bei allen Engagierten ganz herzlich!

Doch was ist sonst noch passiert?

Ein herausragendes Ereignis war die Fertigstellung der E.ON Avacon-Technikzentrale mit rund 200 Arbeitsplätzen in der City von Lebenstedt - ein Projekt, das Ausfluss der gelebten Partnerschaft von E.ON Avacon und der Stadt Salzgitter ist. In Salzgitter-Bad wurde der Umbau des Ratskellers fertiggestellt und ein nettes Bistro belebt den Marktplatz. Somit wurde unser Traditionshotel nicht nur erhalten, sondern mächtig aufgewertet. In der Fachhochschule Ostfalia mit nunmehr rund 3000 Studierenden wurde die Mensa erweitert, in der Berufsbildenden Schule Fredenberg das Innovationszentrum  "Fertigungstechnik und Prozessautomation Salzgitter" eingeweiht und der Piratenspielplatz erhielt in Salzgitters Süden mit dem Roxy-Spielplatz ein entsprechendes Pendant. Im September waren wir beim "Festival des Sports" für drei Tage die deutsche Sporthauptstadt. Eine gut besuchte und erfolgreiche Veranstaltung. Ein großes Dankeschön allen Beteiligten!

Besonders möchte ich auch den Vorständen, den Geschäftsführungen, den Belegschaften, den Betriebsräten und den Gewerkschaften danken! Durch Ihren großartigen Einsatz ist Salzgitter der drittgrößte Industriestandort in Niedersachsen. Die Big Five - VW, Salzgitter AG, MAN, Alstom und Bosch- sind nicht nur für das Land Niedersachsen von großer Bedeutung, sondern auch der Lebensnerv unserer Stadt! Ich bin stolz darauf, dass wir gemeinsam mit den bedeutsamen Erweiterungsbauten bei VW und MAN nachhaltig zur Standortsicherung beigetragen haben. In den Dank beziehe ich sehr gerne auch die Leistungen des Mittelstandes und der Handwerkerschaft ein! Auch sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt.

Besonders freut mich, dass die Investitionen in die kinder- und familienfreundliche Lernstadt Wirkung zeigen. Salzgitter weiter zukunftsfähig und selbstständig zu erhalten, das ist mein Ziel! Und ich bin mir bewusst, dass es hierzu einen langen Atem braucht!  Was wir können, haben wir bereits gezeigt:

Wir haben in einem regionalen Ranking der Braunschweiger-Zeitung den Spitzenplatz belegt! Salzgitter liegt bei der Kinderbetreuung in der Region auf Platz1! Wir haben unter anderem mit der Gebührenfreiheit der Kindergärten und der dritten Kraft in der Krippe echte Standortfaktoren geschaffen. Junge Familien ziehen gern hierher!

2012 haben wir gemeinsam den Weg fortgesetzt, der 2010 mit dem Leitlinienprozess begann. Bürgerbeteiligung ist ein unschätzbares Gut. Das hat das vergangene Jahr ganz deutlich gezeigt: Sei es der Austausch in Salzgitter-Bad über die Gestaltung des Marktplatzes, in Salder über den möglichen Bau eines Mobilitätsmuseums, in Flachstöckheim über die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes oder die Verbraucherumfrage der WEVG über das Pro und Contra zur Nutzung von weichem oder hartem Trinkwasser ab Mitte 2016. Mir und meinem Team ist der Dialog mit Ihnen wichtig!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich finde es beeindruckend wie viele von uns sich ehrenamtlich für das Gemeinwesen einsetzen und zu einem Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Stadt Salzgitter beitragen. Erinnern möchte ich hier an den Brand des MTV-Heimes. Eine Welle der Hilfsbereitschaft und Anteilnahme erreichte den Verein und machte Mut und Hoffnung. Eine ganz beeindruckende Leistung und einmalig für Salzgitter. Und noch zwei Beispiele möchte ich nennen. Zum einen das 25. Jubiläum der Ortsheimatpfleger Salzgitters. Menschen, die täglich für uns alle die Vergangenheit festhalten und für uns in Erinnerung rufen. Und zum anderen das 50. Jubiläum der Werbegemeinschaft Salzgitter-Bad. Eine Vereinigung, die hervorragend funktioniert und arbeitet. Sie bringt Salzgitter-Bad wirklich voran.

Neben dem Ehrenamt zeichnet unsere Stadt noch etwas aus: Toleranz! In unserer Stadt sind immer mehr Schilder mit der Aufschrift "Respekt- kein Platz für Rassismus" zu sehen. Für mich ist unsere Stadt eine vielfältige, eine multikulturelle Stadt und Heimat für Menschen aus vielen Ländern der Welt. Das soll und muss auch so bleiben. Für fremdenfeindliche und rassistische Einstellungen ist in unserer Stadt kein Platz! Diese Einstellung ist nicht nur auf den Schildern zu lesen, sondern wird tagtäglich gelebt!

Es macht mich stolz, in Salzgitter Oberbürgermeister sein zu dürfen und gemeinsam mit Ihnen unsere Stadt - meine Geburtsstadt - zu gestalten.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Jahr 2013 in Glück und Geselligkeit! Bleiben Sie gesund und nutzen Sie die Tage zwischen Weihnacht und Neujahr, um sich auf sich selbst und auf das, was wirklich zählt in Ihrem Leben zu besinnen!


Ihr

Frank Klingebiel
Oberbürgermeister



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