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Stadtpartnerschaftsjubiläum
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25 Jahre Städtepartnerschaft

Mit einem Empfang für 150 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Vereinen haben Gotha und Salzgitter am 23. November im Hotel Ratskeller als auch in der Aula des Gymnasium Salzgitter-Bad einen besonderen Schlusspunkt zu den Veranstaltungen zur 25jährigen Städtepartnerschaft gesetzt.
Die Festveranstaltung im Hotel Ratskeller. Großbildansicht

Nach der Begrüßung durch die Oberbürgermeister Frank Klingebiel und Kurt Kreuch erinnerte Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger Hermann Struck im Hotel Ratskeller an die Verhandlungen über den Partnerschaftsvertrag im Jahr 1988.

Klingebiels Dank galt all den Akteuren, die die Partnerschaft mit Leben erfüllten. Auch deutsch-deutsche Städteverbindungen leisteten einen wichtigen Beitrag zur gegenseitigen Verständigung, insbesondere unter Jugendlichen. Mit Hinweis auf die Väter des Grundgesätzes würdigte er die politischen Kräfte, die über Jahrzehnte der Trennung immer an die deutsche Einheit geglaubt und für sie gekämpft hätten.

Wie Klingebiel sah Kreuch eine dauerhafte Aufgabe in den Begegnungen zwischen Jugendlichen. Wenn das Ergebnis einer Umfrage stimme, dass 70 Prozent der westdeutschen Mädchen und Jungen die ostdeutschen Ländern nicht kennen würden, dann sei hier noch ein hohes Potential für künftige Projekte. Zwar pflege Gotha neben Salzgitter vier internationale Partnerschaften, aber diese habe einen großen Vorteil: "Bei uns sind Freundschaften ohne Wörterbuch möglich." Kreuchs Vorgänger im Amt, Werner Kukulenz, konnte sich dem nur anschließen: "Danke Salzgitter, was ihr für uns gerade in der Startphase des Verwaltungsneuaufbaus geleistet habt."

Gespickt mit persönlichen Erinnerungen bekannte sich Finanzminister Peter-Jürgen Schneider in seinem Grußwort für die niedersächische Landesregierung zu einem der Ideengeber für die Partnerschaft. Ausgelöst worden seien die Kontakte einst bei einem Besuch Erich Honeckers in seiner Heimat Saarland und einer Begegnung mit Gerhard Schröder. Er sei bis heute als ehemaliger Ratsherr und Landtagsabgeordneter stolz darauf seinen Beitrag geleistet zu haben. Unvergessen werde ihm als Parteimitglied die Wiedergründung der thüringischen SPD 1991 in Gotha bleiben.

Struck schilderte als Zeitzeuge noch einmal die zähen Verhandlungen über den Partnerschaftsvertrag, der insbesondere über einen Paragraphen zur Zukunft der zentralen Erfassungsstelle der Länderjustizverwaltungen bundesweit Politik und Medien beschäftigte. Er sei zwar schon ein Jahr zuvor bei der Unterzeichnung des Vertrages im russischen Staryj Oskol mit vielen emotionalen Momenten dabei gewesen, aber die Verhandlungen mit Gotha hätten - leider auch begleitet mit negativen Erinnerungen - eine andere Qualität erreicht. Und wer hätte schon 1988 an eine Grenzöffnung geglaubt, die zu herzlichen Begegnungen zwischen den Menschen und auch Hunderte Bürger Gothas nach Salzgitter führte.

Welche Bedeutung die Städtepartnerschaft bis heute hat, ließ sich an der langen Liste der Gäste ablesen. Der ehemalige Sprecher der zentralen Erfassungsstelle der Länderjustizverwaltungen, Dr. Hans-Jürgen Grasemann, war ebenso dabei wie die Ehrenbürger Rudolf Rückert und Georg Obst, Ehrenratsmitglieder und Stadtmedaillenträger. Nicht zu vergessen Oberstadtdirektor Dr. Hendrik Gröttrup und Stadtoberamtsrat a.D. Heinz-Günter Hylski, die gemeinsam mit Struck den Vertrag endverhandelt hatten.

Von links: Frank Klingebiel, Kurt Kreuch, Peter-Jürgen Schneider und Hermann Struck. Großbildansicht

Aus Gotha mit dabei waren Mitglieder der Herzoglich Privilegierten Altschützengesellschaft, der Karnevalsgemeinschaft 1969 e.V., der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr und Repräsentanten der Regelschule "Oststadt", die einen regelmäßigen Schüleraustausch mit der  Emil-Langen-Realschule betreibt. Den musikalischen Rahmen setzten im Hotel Ratskeller das Junge Orchester der Musikschule der Stadt Salzgitter und der Männerchor Liederkranz.

Der Tag endete in der Aula des Gymnasiums am Fredenberg mit einem Jubiläumskonzert auf Einladung von Oberbürgermeister Klingebiel mit den "Ossis" aus Berlin und den "Salzgitter Allstars". Fast 700 Gäste feierten mit den beiden Bands musikalisch die Partnerschaft und die deutsche Einheit. Die Ossis griffen dabei tief ins in die großen Hits des Ostrock. Songs wie "Am Fenster" von City, "Alt wie ein Baum" von den Puhdys und "Über sieben Brücken" von Karat begleiteten ganze Generationen zwischen Liebe, Frust und Zorn.

Die Bandbreite der Salzgitter Allstars stand dem Repertoire der Ossis nicht nach. Sie beinhaltete Titel aus den 50er Jahren mit Bill Haley, Elvis Presley und vielen anderen über die Goldenen 60er mit den Beatles, Searchers bis in die heutigen Tage mit Robbie Williams. Klingebiels Fazit: "Das war ein toller, unvergesslicher Tag. Ich freue mich , dass Empfang und Konzert solch eine großartige Resonanz gefunden haben."





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