Salzgitter gewinnt Preis für intelligentes Sparen
Zum Hintergrund: Salzgitter musste in 2003 etwa 10 Millionen Euro für Zinsen aufwenden. Ungefähr 30 Prozent davon entfielen auf Kassenkredite. Die Haushaltssatzung sah für das Jahr 2003 eine Kassenkreditermächtigung in Höhe von 215 Millionen Euro vor, 55 Millionen Euro mehr als noch zum Ende des Vorjahres. Bei einem prognostizierten jährlichen Fehlbedarf von 30 Millionen Euro muss bis zum Jahr 2010 - eine lineare Entwicklung vorausgesetzt - mit einem Anstieg der Linie auf ca. 400 Millionen Euro gerechnet werden. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund erschien ein professionelles Zins- und Schuldenmanagements geboten. Die Aktivitäten zum Zins- und Schuldenmanagement sind eingebettet in den Aufbau eines neuen doppischen Haushalts- und Rechnungswesens und reihen sich somit nahtlos in die Bestrebungen der Stadt zum Aufbau eines betriebswirtschaftlichen und am Ressourcenverbrauch orientierten Steuerungssystems ein.
Als die KGSt im Jahr 2002 erstmals ihren KGSt-Preis INTELLIGENT SPAREN ausgelobt hat, war klar, dass mit den Ergebnissen nicht die kommunale Finanzkrise überwunden werden kann. Aber es sollten Zeichen gesetzt werden, etwa dass auch kleine Beiträge zum Sparen beitragen, dass jede und jeder mitmachen kann - und dass die Beteiligung an einem Preis und seine Vergabe nicht ein bürokratisches Großereignis sein müssen, sondern mit relativ bescheidenem Aufwand und bescheidenen Mitteln daherkommen können. Das waren auch die Grundideen, als von der KGSt beschlossen wurde, die Idee weiterzuführen und erneut den KGSt-Preis INTELLIGENT SPAREN zu vergeben.
