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Agenda-Schlussbericht Drucken

Salzgitter gestaltet seine Zukunft

Global denken - lokal handeln" - das ist der Titel des Schlussberichts der Agenda 21-Gruppen in Salzgitter über den Zeitraum von 1999 bis 2004.

Überreicht wurde er im Juli 2005 im Rathaus durch ihren Sprecher Walter Schaal an Oberbürgermeister Helmut Knebel in Anwesenheit von Stadtbaurat Wolfgang Rosenthal, dem Leiter des Fachdienstes Umwelt, Hartmut Meister, und Repräsentanten der Arbeitsgruppen. 36 Seiten umfaßt das Werk, das Rat, Verwaltung, Bürgerschaft und Wirtschaft Handlungsempfehlungen für die Zukunftsgestaltung Salzgitters geben soll.

Nach den Worten Knebels stehe Salzgitter vor hohen Herausforderungen. Allein über Folgen und Wirkungen des Bevölkerungsrückgangs in Deutschland herrsche in weiten Kreisen häufig Unwissenheit. Mit seiner Alterspyramide sei Salzgitter der Entwicklung bundesweit zwei Jahrzehnte voraus. Rat und Verwaltung hätten sich in einer Leitbilddiskussion der Frage anzunehmen, welches Gesicht die Stadt in 2015 bis 2020 haben solle. Hier sehe er ein partei- und fraktionsübergreifendes kommunalpolitisches Schwerpunktthema. Der Prozess sei eröffnet und die Agenda-Arbeitsgruppen hätten wie das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) mit ihren Resultaten wertvolle Bausteine beigetragen.

Rosenthal erinnerte daran, dass es der Rat gewesen sei, der im September 1998 beschlossen habe, die Lokale Agenda 21 unter Beteiligung der Bevölkerung und der gesellschaftlich relevanten Gruppen umzusetzen und zu erarbeiten. Gestartet wären die sechs Arbeitsgruppen Stadt- und Siedlungsentwicklung, Wirtschaft/Arbeit/Soziales, Luft/Klima/Energie, Integration, Natur/Landschaft und Bildung/Umwelt, später seien Grundwasser , Zukunft Salzgitter-Bad sowie der Arbeitskreis "In die Stadt - ohne mein Auto" hinzugekommen.

Die in diesen Gruppen mitwirkenden Menschen seien das Rückgrat des Agenda-Prozesses. Durch sie habe ein lebendiges Beteiligungsforum entwickelt werden können und sie hätten die Idee einer Bürgergesellschaft in Salzgitter entstehen lassen. Über alle Grenzen hinweg sei vorurteilsfrei miteinander gesprochen und diskutiert worden.

Salzgitter, so Schaal, sei anders, vielschichtig und gerade wegen seiner umfassenden kommunalen Herausforderung ein Modell für die Zukunft. Die Vielfalt aus Stammbewohnern und zugewanderten Menschen aus europäischen und Welt-Religionen führe in ein zeitgemäßes ISEK, in das sich die Agenda 21-Gruppen einbringen wollten. Dem geplanten Agenda 21-Verein sei eine fachkundige Geschäftsführung beizuordnen, um die beteiligten Gruppierungen zu beraten und zu koordinieren.

Mittwoch, 13.07.2005


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