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Güterverkehrszentrum Drucken

Zweiter Bauabschnitt GVZ begonnen

Salzgitter will ein starker Industriestandort bleiben. Darum hat Oberbürgermeister Helmut Knebel am 15. September 2005 den ersten Spatenstich für ein neues Gewerbegebiet zwischen Hafen und der KLV-Umschlaganlage für Straße, Schiene und Wasser vollzogen.

Das große Gewerbegebiet an der Peiner Straße ist nach Angaben von Michael Jakubke, Geschäftsführer der städtischen Wirtschafts- und Innovationsförderung (WIS), bis auf ein Dutzend Grundstücke voll. Darum wird es Richtung Engelnstedt erweitert. Doch Firmen, die auf günstige Transportwege wie Schiene und Schifffahrt angewiesen sind, werden im zweiten Abschnitt des Gewerbeparks Güterverkehrszentrum (GVZ) interessante Flächen finden. Sie können das Terminal für den kombinierten Ladungsverkehr (KLV) nutzen. Die Autobahnzufahrt Thiede ist in Sichtweite.

Die Stadt verkauft die Grundstücke, die sie von der Preussag-Nachfolgerin Tui erworben hat. Die Flächen im ersten GVZ-Bauabschnitt dagegen werden von der Volkswagen AG nur verpachtet.

Knebel hofft, dass auf dem umgepflügten Acker "blühende Landschaften entstehen. Salzgitter liegt im Herzen Deutschlands", pries er den verkehrsgünstigen Standort an. Den ersten Spatenstich machte er mit dem Geschäftsführer der Abwasserentsorgung Salzgitter (ASG) GmbH, Detlef Engster, und dem Bereichsleiter der Tiefbaufirma Depenbrock Bau, Ingo Ammerich.

Die ASG legt in dem Gebiet 1,4 Kilometer Abwasserkanäle und 1,7 Kilometer Regenwasserkanäle und hat mit der Bauausführung die Depenbrock GmbH beauftragt. Engster bezifferte die Baukosten auf 2,5 Millionen Euro. Bis September 2006 sollen die Kanäle verlegt sein. Die Kanalbaufirma aus Stemwede (Nordrhein-Westfalen) wird unter anderem einen 38-Tonnen-Kettenbagger einsetzen. Bereichsleiter Ammerich: "Sechs bis sieben Mitarbeiter finden hier Arbeit." Es sei der dritte Auftrag der ASG.

Den Straßenbau erledigt die Stadt selbst. Hartmut Friebel, Leiter des Fachdienstes Tiefbau und Verkehr, zufolge sollen 1,4 Millionen Euro in das 1,5 Kilometer lange Straßennetz investiert werden. Im Frühjahr 2006 soll es losgehen.

Der erste Abschnitt des GVZ-Gewerbegebiet in der Nähe des Hafens Beddingen wurde 2002 angelegt. Das Gelände gehört der Volkswagen AG und ist nur in Erbpacht anzumieten; davon macht bisher nur ein Betrieb Gebrauch. Herzstück ist die KLV-Umschlaganlage für den kombinierten Ladungsverkehr (Straße, Schiene, Wasser), auf der aber bis heute keine Güter bewegt werden. Der Bau der Umschlaganlage kostete 6,4 Millionen Euro; 80 Prozent davon trug der Bund, 20 Prozent erhielten die Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter (VPS), denen die Anlage gehört, als zinsloses Darlehen. Den VPS, einer hundertprozentige Tochter der Salzgitter AG, gehört auch der Hafen Beddingen.

Hinter dem GVZ steht eine Entwicklungsgesellschaft mit zehn Gesellschaftern, neben der Stadt sind dies: Cargill GmbH, Eppers Logistik GmbH, Michael Bordan GmbH, NWD Nordwestdeutsche Baugesellschaft mbH, Schenker International GmbH, Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH, Volkswagen AG, Wirtschaftsförderung Salzgitter GmbH, Wintrans Spedition GmbH, Van den Bosch Transporte GmbH 

Die Gewerbeflächen des Erweiterungsgebietes, das jetzt in Angriff genommen wird, gehören der Stadt und werden verkauft. Die Stadt investiert in Bau und Erschließung 5,4 Millionen Euro, davon übernimmt das Land 1,35 Millionen Euro. Die 75 Hektar Gewerbegrundstücke werden von der städtischen Wirtschafts- und Innovationsförderung (WIS) GmbH vermarktet.

Bis Ende 2006 wird die Fläche erschlossen und steht dann als Industriegebiet für Grundstücksgrößen und Grundstückszuschnitte die allen Anforderungen gerecht werden zur Verfügung.

Freitag, 16.09.2005

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