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Zeltdach Drucken

Neues Leben im Seeviertel

Ein Zeltdach bildet ab jetzt den Mittelpunkt des Wohngebietes Seeviertel in Lebenstedt, das im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West umgestaltet wird.

Das Dach verbindet die vorhandenen Pavillons und überdacht gleichzeitig die Freifläche des Marktes. „Das Zelt soll ein Zeichen für neues Leben im Wohngebiet Seeviertel sein." Mit diesen Worten beschrieben die Geschäftsführer von Munte Immobilien, Sven-Thomas Munte und Martin Streppel, die jetzt eröffnete Baumaßnahme. Das modernisierte Hochhaus und der künftige Markt der Kommunikation seien wichtige äußere Zeichen zur Aufwertung des Seeviertels.

Die prägnante Form des Zeltdachs, entworfen vom Architekten Prof. Dr. Eisentraut aus Berlin, verbindet die vorhandenen Pavillons und überdacht gleichzeitig die Freifläche des Marktes. Zelt und Hochaus sind von weitem sichtbar und signalisierten, so Munte und Streppel, „hier ist das Seeviertel und seine Mitte". Die Konstruktion symbolisiere, dass das Wohngebiet ein „belebter und lebendiger Stadtteil ist und über die Architektur der 60er Jahre hinauswächst, in die Gegenwart versetzt wird und Zukunft hat".

Die Fläche der Zeltmembran umfasst rund 900 Quadratmeter.  Die Stahlkonstruktion beträgt 18,5 Meter hat ein Gewicht von 15 Tonnen und die Höhe der Mittelpylone. Für die Stadt handelt es sich beim Seevierteltreff und seines neu überspannten Raumes nicht nur um einen sozialen und funktionalen, sondern auch um den gestalterischen, architektonischen Mittelpunkt des im Rahmen des Bundesprogrammes „Stadtumbau West" geförderten Pilot-Projektes.

Der Bund beteiligt sich zu 50 Prozent sowie Stadt und Land zu je 25 Prozent an den Kosten der Maßnahme, die mit dem Entmieten und Rückbau von zwei Hochhäusern, den aktuellen Arbeiten und dem kompletten Umbau des Seeweges Ende März 2007 abgeschlossen sein werden. Damit ist der erste Schritt zur Umsetzung des vom Rat der Stadt beschlossenen Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) erfolgreich beendet.

Anfang November wird Baubeginn für die Außenanlagen des Marktes der Kommunikation sein. Die Fläche zwischen Ladenpavillons unter dem Membrandach gilt als Mittelpunkt der Anlage. Sie wird als private, aber öffentlich nutzbare befestigte Freifläche ausgeführt und dient als Aufenthalts-, Begegnungs- und Erschließungsfläche, als Standort für den donnerstags stattfindenden Markt und an besonderen Tagen als Veranstaltungsbereich.

Über Zugänge findet die zentrale Fläche in die vier Himmelsrichtungen fußläufige Einbindung in das Wegenetz des Seeviertels. Der Freiraum zwischen den Pavillons wird als wesentliche Gliederung durch einen Wechsel der Pflasterart eine mit der darüber liegenden Zeltdachöffnung korrespondierende Ellipsenform erhalten. Die Passagen dazwischen werden durch bankartige Konstruktionen gegliedert.

Die Freiflächen hinter und an den Ladenpavillons werden überwiegend auf das Gebäude bezogen genutzt, so als Café-, Diakonie-, Büro- und Kirchengarten. Die gesamte Anlage ist für Behinderte barrierefrei nutzbar. Der wöchentliche Markt des Seeviertels am Donnerstag findet während der Baumaßnahmen auf der Umfahrt der Pavillons statt. Nach Fertigstellung der Außenanlagen nimmt er seinen Platz wieder in der Mitte ein.

Donnerstag, 02.11.2006


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