Salzgitter Flachstahl GmbH
Die 1430 Grad heiße Schlacke, die ein Abfallprodukt aus der Stahlindustrie ist, wird in die Anlage geleitet. Durch Düsen wird sie mit Wasser besprüht und kühlt schlagartig ab. Die Schlacke granuliert und wird im weiteren Verlauf zu Hüttensand. Dieser wird dann in die Zementfabriken gebracht.
Auch die Salzgitter Flachstahl GmbH hat durch die neue Anlage Vorteile. Olaf Reinecke, Unternehmenssprecher der Salzgitter AG: "Wir müssen uns nicht mehr um den Abtransport des Abfallproduktes Schlacke kümmern und schließen den Stoffkreislauf." Bis zu fünf Arbeitsplätze sollen durch die neue Anlage entstehen. Viele seien dadurch allerdings gesichert, so Holcim-Sprecher Marquardt. Ziel der drei Unternehmen sei vor allem, eine zukunftsweisende und umweltfreundliche Produktion zu sichern.
Schon seit 1998 betreibt die Holcim AG ebenfalls auf dem Gelände in Salzgitter eine ähnliche Granulationsanlage. Für Bau und Betrieb der neuen Anlage hat die Firma mit der Schwenk Zement KG das Gemeinschaftsunternehmen Hüttensand Salzgitter GmbH & Co. KG gegründet. Hans Fischer, Mitglied des Vorstands der Salzgitter AG: "Wir sind sehr froh über die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Firmen Holcim und Schwenk. Die Bündelung der Kompetenzen hat zum Erfolg geführt."
Karl Gernandt, Vorstandsvorsitzender der Holcim AG: "Die Partnerschaft ist eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Kooperation. Durch den Einsatz von Hüttensand werden bis zu 800 Kilogramm Kohlendioxid je Tonne Zement eingespart." Außerdem würde der Stromverbrauch um 25 Prozent verringert.
Stellvertretend für Bundesumweltminister Sigmar Gabriel besichtigte der Parlamentarische Staatssekretär Michael Müller die Anlage. Er lobte die drei Firmen und sagte: "Wir brauchen in Deutschland intelligente Produktion." Es gelte Politik, Wirtschaft und Umweltschutz in Einklag zu bringen. "Diese Anlage ist ein Zukunftsbeitrag", so Müller weiter.
