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Bergbauinspekteure Mongolei Drucken

Bergbauinspekteure zu Gast

Neun Bergbauinspekteure aus der Mongolei informierten sich im Rahmen einer Ausbildungsreise durch Deutschland über die Salzgitter Schutzgebiete Haverlahwiese und Klärteich III (Heerter See).

Die Fachleute interessierten sich vor allem für Rekultivierungsmaßnahmen am Beispiel des ehemaligen Erzbergwerks Haverlahwiese bei Gebhardshagen.

Vorbereitet wurde das Gesamtprogramm durch Dr. Rolf Muff von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sowie Wolfgang Lampe vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie. Die lokale Organisation lag in den Händen der stellvertretenden Leiterin des Fachdienstes Umwelt, Elke Seitz, die die Gäste in das Thema Rekultivierungsmaßnahmen des Schutzgebietes einführte. Danach erfolgte eine Besichtigung der Gebiete Haverlahwiese und Klärteich III vor Ort.

Der Harz und Salzgitter sind traditionelle Bergbaugebiete und bieten sich als Studienobjekte der Besucher aus der Mongolei an, deren Heimat reich an Kohle, an verschiedenen Erzen und Gold ist. Der Bergbau ist dort der wichtigste Wirtschaftszweig. Die Investitionen in den Bereichen Prospektion, Exploration und Bergbau sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Derzeit werden ca. 60 Prozent der Devisen und 30 Prozent des Bruttoinlandproduktes vom Bergbausektor erwirtschaftet.

In einer modernen Gesellschaft ist Bergbau integriert in Natur- und Umweltschutz, und in ein Geflecht von rechtlichen Auflagen und Regelungen eingebunden. Der Staat braucht kompetente Bergämter, die über den sicheren Ablauf des Bergbaus und die Einhaltung der Vorschriften wachen.

Die Mongolei kooperiert seit seiner Unabhängigkeit und Demokratisierung Anfang der neunziger Jahre mit der Bundesrepublik im lagerstättengeologischen und bergwirtschaftlichen Bereich. Seit 2005 führen das Staatliche Aufsichtsamt der Mongolei und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover ein gemeinsames Vorhaben durch, um die mongolischen Aufsichtsämter durch den Aufbau der Infrastruktur, Einführung moderner Verfahrensweisen und Personalfortbildung dazu zu befähigen, den staatlich geforderten und gesellschaftlich notwendigen Überwachungsarbeiten nachzukommen.

Donnerstag, 30.11.2006




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