Doppik kommt zum 1. Januar
Jetzt startet die doppische Buchungssystematik (Doppik) in den flächendeckenden Echtbetrieb. Salzgitter ist damit eine der ersten deutschen Großstädte, die die neue Haushaltsführung komplett umgesetzt hat.
Für Oberbürgermeister Frank Klingebiel und Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald ist damit eine Etappe des Modernisierungsprozesses der Verwaltung geschafft. Wesentlicher Bestandteil war die Umstellung auf das Ressourcenverbrauchskonzept und damit verbunden die Einführung der Doppik mit einer Kosten- und Leistungsrechnung, denn nur durch sie ist eine transparente Betrachtung der kommunalen Finanzen möglich. Im Gegensatz zur Kameralistik gibt die Doppik klar Aufschluss über das Vermögen und die Ressourcen, zeigt die Kosten für Leistungen und Produkte und damit gleichzeitig die Auswirkungen von Beschlüssen auf.
Grunwald: „In der Doppik hat jeder Beschluss sofort Konsequenzen im Haushalt im Sinne von Zuweisungen und Rückstellungen oder den bisher außer acht gelassenen Abschreibungen - und damit hat er auch Auswirkungen auf die Vermögenslage." Für Oberbürgermeister Klingebiel ist das auch eine Frage der Generationsgerechtigkeit: "Man wird nunmehr bei jeder Maßnahme den Folgekosten, die die nachfolgenden Generationen zu tragen haben, mehr Beachtung schenken müssen als bisher. Und die Einwohnerschaft profitiert davon, in dem sie in Zukunft leichter nachvollziehen kann, wie ihre Steuergelder verwendet werden und sich die wirtschaftliche Situation der Stadt darstellt."
Seit Anfang 2004 ist die neue Software bereits im Einsatz - allerdings bis dato noch mit Netz und doppeltem Boden. In der mit dem Startschuss am Neujahrstag endenden zweijährigen Pilotphase arbeiteten die Bediensteten der Stadtverwaltung nach wie vor mit den kameralistischen Funktionalitäten des Verfahrens. Im Hintergrund lief aber parallel schon die Doppik, sodass die Kernverwaltung eine Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2005 nach den Grundsätzen der Doppik für Gemeinden aufstellen konnte.
Am 2. und auch 3. Januar 2007 ist die Stadtkasse wegen der notwendigen Umstellungsarbeiten nicht geöffnet. Die Gebührenzahlstelle bleibt am 2. Januar ebenfalls geschlossen. Die übrige Verwaltung, insbesondere das Bürgercenter, stehen aber zu den üblichen Öffnungszeiten zur Verfügung. Wenn in wenigen Tagen die Kameralistik in Salzgitter endgültig der Vergangenheit angehört, hoffen Klingebiel und Grunwald, dass sich der bisher gezeigte reibungslose Funktionsablauf fortsetzt und Umstellungsschwierigkeiten kein Thema sind. Dennoch wurde vorgesorgt.
Fragen und Problemen, die das Buchungsgeschäft betreffen, werden selbstverständlich von den Mitarbeitern der Stadtkasse weiter in der gewohnten Form beantwortet. Zusätzlich wurde für die Behandlung spezieller Fragestellungen und Probleme ein Servicetelefon unter der Rufnummer 839-3628 eingerichtet. Ansprechpartnerin ist Rita Schörwerth.

