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Geopark Drucken

Informationszentrum Geopark Harz

Das städtische Museum Schloss Salder ist am Samstag, 2. Juni, zum Informationszentrum des nationalen Geoparks Harz, Braunschweiger Land, Ostfalen ernannt worden.

Weitere Infostellen befinden sich nur noch in Quedlinburg und Osterode am Harz.

Das Städtische Museum beteiligt sich mit verschiedenen Abteilungen und den darin befindlichen herausragenden Objekten an diesem nationalen Geopark. So ist beispielsweise der bei Gitter gefundene Ichtyosaurier Platypterygius hercynicus in der Geologischen Abteilung zu sehen. Ein weiterer Höhepunkt sind die Funde des eiszeitlichen Jägerlagers aus Krähenriede, die man sowohl im Museum, als auch seit vergangenem Jahr im Eiszeitgarten bewundern kann. In diesem Außengelände wurden Pflanzen, die es in dieser Region bereits vor 50.000 Jahren gegeben hat, angepflanzt, um so ein lebendiges Bild der damaligen Lebensbedingungen zu vermitteln. Geologie als Lernstätte, Naturdenkmal und Erlebniswelt soll mit den geplanten Geopfaden im Salzgitter-Höhenzug und den Lichtenbergen umgesetzt werden. Diese Lehrpfade sind ein weiterer wichtiger Verknüpfungspunkt mit dem Geopark Harz.

Dr. Henning Zellmer, Leiter der Geschäftsstelle Königlutter, verwies darauf, als er die Urkunde an den zuständigen Kulturdezernenten Rainer Dworog überreichte, dass unter dem Dach eines Geoparks sich Städte, Gemeinden, Landkreise, Landes- und Forstämter, Tourismusverbände, Institute, Museen, Firmen und Vereine erdgeschichtliche Einrichtungen und Geotope miteinander vernetzen und entsprechende Aktivitäten bündeln können. Zellmer: "Die Errichtung eines Geoparks soll die Erhaltung unserer Natur- und Kulturlandschaft fördern, den Fremdenverkehr (Geotourismus) beflügeln und Bildungszwecken dienen."

Ein Geopark ist ein Naturraum, der Geotope (Steinbrüche, Ton- und Kiesgruben, Bergwerke und natürliche Aufschlüsse) von überregional geologischer Bedeutung, Schutzwürdigkeit, Seltenheit und/oder Schönheit besitzt. Träger des Geoparks Harz sind das Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen (FEMO e.V.) mit Sitz in Königslutter und der Regionalverband Harz e.V. mit Sitz in Quedlinburg. Gemeinsam setzen beide Vereine das Projekt für Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen und weiteren zwei Bundesländern um.

Dienstag, 05.06.2007




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