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ADAC-Bundeswettbewerb Drucken

Auszeichnung für Salzgitter

Salzgitter ist beim 15. Wettbewerb für Städte und Gemeinden 2008 "Kinder sicher unterwegs in Städten" des ADAC mit einem Preis im Aktionsfeld Stadt- und Verkehrsplanung ausgezeichnet worden.
Bundesminister Wolfgang Tiefensee (links) überreicht Oberbürgermeister Frank Klingebiel den Preis. Foto: Marco Urban Bundesminister Wolfgang Tiefensee (links) überreicht Oberbürgermeister Frank Klingebiel den Preis. Foto: Marco Urban Großbildansicht

Oberbürgermeister Frank Klingebiel konnte die Ehrung heute, Dienstag (28. Oktober 2008), bei einem Festakt in Berlin entgegennehmen. Beworben hatten sich bundesweit 86 Städte mit 126 Projekten, nur zehn wurden prämiiert. Salzgitter setzte sich mit dem Projekt Spitzwegpassage am Fredenberg durch.

Klingebiel sah sich in seinem Dankeswort in Anwesenheit des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Wolfgang Tiefensee, ADAC-Vizepräsident Ulrich Klaus Becker und Ralf Oberdorfer, Oberbürgermeister der Stadt Plauen und Präsidiumsmitglied des Deutschen Städtetages (DST) als Mitveranstalter des Wettbewerbs, in seinem politischen Ziel bestätigt, Salzgitter bis 2015 zu eine der kinder- und familienfreundlichsten Städte Deutschlands zu gestalten. "Dieser ADAC-Preis ist eine Würdigung unserer bisherigen Erfolge", unterstrich der Oberbürgermeister, "aber zugleich Ansporn für weitere Projekte."

Aus Gesprächen mit der Polizei wisse er, dass in seiner Stadt aufgrund ihrer Gebietsstruktur die Anzahl der im Straßenverkehr verunglückten Kinder im Vergleich zu anderen Kommunen niedrig sei. In 2007 seien von der Polizei 30 verunglückte Schulkinder gezählt worden. Ein tödlicher Unfall sei nicht darunter gewesen. Klingebiel machte jedoch klar: "Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel." Salzgitter werde nicht nachlassen, diese Anzahl zu reduzieren. Mit der Spitzwegpassage sei über mehr Verkehrssicherheit hinaus ein neuer Ort für Spiel, Kunst und Begegnungen geschaffen worden, mit dem sich die Bewohner identifizierten und der hohe Akzeptanz finde.

Ziel der Neugestaltung der Spitzwegpassage von 2002 bis 2007 mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro war es, zwei Siedlungsbereiche des Wohngebiets Fredenberg besser zu vernetzen und das größte Schulzentrum Salzgitters für Schüler optimal erreichbar zu gestalten. Durch eine breite autofreie Wegeverbindung mit einer Querungshilfe an der Erich-Ollenhauer-Straße entstand ein innovatives Wegekonzept für Kinder und Jugendliche. 

Darüber hinaus gilt die Spitzwegpassage als die Spiel- und Erlebnisachse des Fredenbergs, an der sich mehrere Spielplätze, der Jugendtreff Kreml - ein ehemaliger Eisenbahnwaggon -, Sportstätten und Parkanlagen aneinanderreihen. Bei der Neugestaltung wurden die Bedürfnisse der Nutzer durch Kinderbeteiligungen und Bewohnerkonferenzen einbezogen. Es gibt unter anderem von Bewohnern gestaltete Kunstobjekte, einen Drachenspielplatz, einen Hochseilgarten und eine gute Anbindung zum Stadion am Salzgittersee.

Im Rahmen des 15. ADAC-Wettbewerbs wurden primär Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit der sechs- bis 15Jährigen gesucht. Sie sind - im Gegensatz zu den jüngeren - überwiegend selbstständig im Straßenverkehr unterwegs und daher besonders auf sichere Rahmenbedingungen angewiesen. So formulierte der Verkehrsclub seine Forderung, dass zusätzlich zum klassischen Maßnahmenrepertoire der Unfallvermeidung auch mobilitätskulturelle, städtebauliche, verkehrliche, kommunikative und gesellschaftlich-soziologische Aspekte in die kommunale Verkehrssicherheitsarbeit einfließen müssen. Mit dem Projekt Spitzwegpassage hat Salzgitter dieses Ziel erfüllt.

Dienstag, 28.10.2008


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