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Salzgitter-Eltern sind für IGS

Das Ergebnis der zweiten Elternbefragung für oder gegen die Einführung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Salzgitter wurde jetzt von Oberbürgermeister Frank Klingebiel der Öffentlichkeit vorgestellt.

4.010 Fragebögen waren im Oktober an Eltern mit Kindern in den ersten bis vierten Schul-Jahrgangstufen geschickt worden. 1.842 waren an die Stadtverwaltung zurückgeschickte worden, damit hatten sich 45,94 Prozent der Eltern an der Befragung beteiligt.

Davon sprachen sich 63,20 Prozent, also 1039 Teilnehmer, für eine IGS in Salzgitter aus. "Das zeigt, es besteht ein Bedarf an Ganztagsschulen in Salzgitter", erklärte Oberbürgermeister Frank Klingebiel.

In absoluten Zahlen, so der Leiter des Fachgebietes Schulverwaltung, Michael Cramme, hätten sich damit 260 Schüler pro Jahrgang für den Besuch einer IGS ausgesprochen. Dies sei eine entscheidende Größe für die Genehmigung einer Gesamtschule durch das Land, das eine Fünf-Zügigkeit mit mindestens 130 Schülern vorschreibe.

Nun müsse die Schulverwaltung zunächst unter anderem den Raumbedarf einer möglichen IGS ermitteln, den Standort in Salzgitter-Lebenstedt festlegen, feststellen ob die ausgewählte Schule nur umgestaltet oder angebaut werden müsse und welche Auswirkungen eine Gesamtschule auf die anderen Schulen in der Stadt habe. Im Frühjahr werde die Vorlage in die politischen Gremien gehen und erst nach der politischen Entscheidung im Rat gehe ein Genehmigungsantrag an das Land.

Bereits im Mai/Juni 2008 wurde eine anonyme Elternbefragung zur Ermittlung des Bedarfs an einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Salzgitter durchgeführt. Rat und Verwaltung der Stadt Salzgitter wollten sich ein möglichst genaues Bild von dem Elternwillen verschaffen, auf dessen Basis die notwendigen Entscheidungen getroffen werden sollten. Die Befragungsergebnisse zeigten bereits ein großes Interesse der Erziehungsberechtigten an dieser Schulform auf.

Am 2. Juli 2008 wurde das Niedersächsische Schulgesetz geändert; seitdem besteht wieder die Möglichkeit, neue Integrierte Gesamtschulen unter bestimmten Voraussetzungen zu errichten.

Als Schulstandort für die IGS ist Salzgitter-Lebenstedt vorgesehen. Für diesen Stadtteil spricht ein hohes direktes Einzugspotenzial und das Vorhandensein einer optimalen Schülerbeförderung. Auch die Schulgebäude der drei Schulzentren sind fast ausreichend groß, nur geringfügige Erweiterungsbauten sind notwendig.

Donnerstag, 11.12.2008


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