Solidarität mit Bosch-Beschäftigten
Im Rahmen einer Betriebsversammlung auf dem Mitarbeiterparkplatz sagten Sprecher aus Vertrauenskörpern und Betriebsräten aller großen Unternehmen in der Stadt den um ihren Arbeitsplatz kämpfenden Kollegen ihre Unterstützung zu.
Starken Applaus erhielt auch Oberbürgermeister Frank Klingebiel, der sich an die Seite der Bosch-Mitarbeiter stellte. Er appellierte an die Konzern- und Werksleitung, mit den Beschäftigten einen offenen Dialog über die Zukunft des Werkes zu führen.
Die Stadt und ihre Menschen bräuchten eine Perspektive, insbesondere die Auszubildenden und gerade Ausgebildeten, die hohe Erwartungen in den Arbeitgeber Bosch gesetzt hätten. Das Werk Salzgitter sei für die Qualität seiner Produkte bekannt. Dies sei ein Erfolg der Beschäftigten, was bei allen unternehmerischen Entscheidungen berücksichtigt werden sollte.
Nach Angaben des Betriebsrates seien von 2005 - als über 2700 Menschen am Standort Salzgitter beschäftigt waren - bis heute und damit schon vor der Wirtschaftskrise bis zu 800 Stellen abgebaut worden. Nunmehr solle der Mitarbeiterstamm bis 2012 auf 1265 reduziert werden. Daraus ergebe sich ein Mitarbeiterüberhang von 600. Eine nachvollziehbare Begründung für diesen geplanten Abbau hätten die Verantwortlichen auf der Firmenseite bis heute nicht geliefert.
Ziel der Aktion sei ein langfristiger Erhalt aller Arbeitsplätze bei Bosch in Salzgitter durch volle Auslastung, bevor im Ausland - genannt wird vor allem das ungarische Werk in Hatvan - weitere Produktion aufgebaut werde. Das Werk hier könne nachweislich genauso kostengünstig produzieren. Eine weitere zentrale Forderung sei zur Zukunftssicherung die Übernahme aller Auszubildenden am Standort.

