Gesemannstraße: Neues Geschäftshaus
Voraussichtlich zum 1. Oktober wird nach Angaben des Investors der eigentliche Neubau so weit fortgeschritten sein, dass die Stadt Salzgitter auch mit der Straßenbaumaßnahme Banater Weg beginnen kann.
In dem Geschäftshaus wird nicht nur der "Penny-Markt" neue Räumlichkeiten finden, sondern auch zum Beispiel eine Zahnarztpraxis und Praxen anderer Ärzte zu finden sein. Aber auch die Ausdehnung weiterer Geschäftsflächen sei geplant.
Das neue Einkaufszentrums dient der Grundversorgung des gesamten Seeviertels mit über 15.000 Einwohnern. Der Investor hofft, dass Ende November Penny-Markt und das modernisierte Einkaufszentrum zeitgleich eröffnen können.
Das dazugehörige Straßenbauprojekt (Rückbau Neißestraße und Erneuerung Banater Weg) ist mit einem Investitionsvolumen von 456.000 Euro vom Verwaltungsausschuss festgestellt worden. Die geschätzten Kosten können, soweit diese nicht straßenausbaubeitragspflichtig sind, zu zwei Dritteln von Bund und Land gegenfinanziert werden. Da etwa 42.000 Euro Straßenausbaubeiträge abzuziehen sind, verbleiben etwa 404.000 Euro förderfähige Baukosten. Der Anteil, den die Stadt "zu zahlen hat" beziehungsweise tatsächlich aufzubringen hat, beträgt davon ein Drittel.
Für die Freilegung des Baugrundstücks soll dem Investor gemäß Beschluss des Verwaltungsausschusses ein Erstattungsbetrag in Höhe von 244.568,21 Euro gewährt werden. Die Summe ist in Abhängigkeit von dem nachgewiesenen Baufortschritt bisher auch zum Teil ausgezahlt worden. Die Erstattung der Gesamtkosten, die noch nicht in voller Höhe erfolgt ist, besteht aus zwei Kostenansätzen: Zum einen aus den reinen Abbruch- und Abbruchfolgekosten des alten Penny-Marktes mit der Praxis im Obergeschoss und der ehemaligen "Bauernstube", die dem Investor vertragsgemäß als Ordnungsmaßnahme voll erstattet werden und insgesamt 95.509,50 Euro betragen. Hiervon ist die Stadt im Rahmen der Förderkulisse "Stadtumbau West" verpflichtet, ein Drittel (= 31.836,50) Eigenanteil selbst zu übernehmen.
Zum anderen hat der Investor inzwischen die an ihn verkauften, bis dato nicht bebaubaren Straßen- und Innenhofgrundstücke für die Baumaßnahme freigelegt und zum Beispiel die Altlasten (wie Heizöltanks, Litfaßsäule, Baumwurzel, alte Fundamente) beseitigt und das Grundstück dadurch erst bebaubar gemacht. Das kostet den Investor nochmals 149.058,71 Euro, was ihm ebenfalls in voller Höhe erstattet wird. Hiervon muss die Stadt ebenfalls 'nur' ein Drittel Eigenanteil aufbringen in Höhe von 49.686,24 Euro.
Zur Umgestaltung des Einkaufszentrums wurden von der Stadt gemäß Beschluss des Verwaltungsausschusses mehrere städtische Teilflächen an den Investor veräußert. Für diese wurden unterschiedliche Kaufpreise in Höhe von 19, 22 und 75 Euro pro Quadratmeter vereinbart. Dabei wurde für die ehemaligen Straßenflächen der Wert des Grund und Bodens und der Zeitwert der Straße selbst zugrundegelegt; bei dem Kaufpreis in Höhe von 75 Euro pro Quadratmeter handelt es sich um den Bodenrichtwert.

