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Schüler sammeln für Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
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Sammeln für den Frieden

Engagiert für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Oberbürgermeister Frank Klingebiel bedankte sich bei Schülerinnen und Schülern der Klassen 9a bis 9e der IGS Salzgitter, die sich seit mehreren Jahren an der Haus- und Straßensammlung beteiligten.
Oberbürgermeister Frank Klingebiel (zweiter von links) und Carsten Bauerochse, Geschäftsführer im Kreisverband Salzgitter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, (links) bedanken sich bei den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9a bis 9e der IGS Salzgitter für ihr Engagement. (Foto: Stadt Salzgitter) Großbildansicht

Menschen anzusprechen, erfordert Mut", so Frank Klingebiel. Es sei sehr positiv, dass sich die Jugend dafür engagiere. Die Jugendlichen seien Botschafter für die Friedensarbeit des Volksbundes. "Dafür sage ich euch allen herzlichen Dank."

Der Oberbürgermeister erfuhr von den Schülern, dass viele gern gespendet haben, es aber auch einige Bürger gab, die nichts geben wollten oder erst auf Nachfrage, aus denen sich auch Gespräche ergaben. Für die Schüler der 9 a bis 9e war es auch wichtig, sich im Unterrichtsfach Gesellschaftslehre mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg zu beschäftigen. Referate und Diskussionen gehörten unter anderem dazu. "Die Schüler lernen, sich das Wissen in Eigenregie zu erarbeiten", berichtet Katharina Artmann, Klassenlehrerin der 9d. Dabei gehe es weniger um die Zahlen, sondern um die einzelnen Schicksale der Familien.

Die Schüler erzählten, dass ihre Großeltern teilweise selbst den Krieg erlebt haben. Diese Zeit dürfe nicht vergessen werden. Die Gräber seien Orte der Erinnerung, aber auch ein Mahnmal für den Frieden. Mit der Grabpflege erweise man den Verstorbenen eine Ehre.

Das sieht Frank Klingebiel ebenso. Für ihn sei es wichtig, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. "Krieg ist schrecklich", betonte der Oberbürgermeister. Immer mehr Menschen fliehen vor Verfolgung und Terror. Sie kommen nach Deutschland, weil sie sich hier Sicherheit und Frieden erhoffen. "Der Frieden, in dem wir aufgewachsen sind, ist für uns normal. Aber Frieden und Sicherheit sind nicht selbstverständlich. Damit Krieg nicht wieder vorkommt, braucht man Menschen, die sich für den Frieden einsetzen. So wie ihr", so Frank Klingebiel zu den Schülern.

An der Haus- und Straßensammlung 2015 beteiligten sich die IGS Salzgitter, die Gottfried-Linke-Realschule, die Realschulen von Gebhardshagen und Salzgitter-Bad und das Gymnasium Salzgitter-Bad. Außerdem nahmen das Pfarramt Lesse mit seinen Konfirmanden und fünf Privatsammler teil.

Carsten Bauerochse, Geschäftsführer im Kreisverband Salzgitter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, bedankte sich ebenfalls bei den Schülerinnen und Schüler für ihr Engagement. Mit 322,55 Euro erzielte die IGS das beste Sammelergebnis der beteiligten fünf Schulen. Insgesamt lag das Sammelergebnis in diesem Jahr bei 2.545,32 Euro (2014: 3.173,17 Euro; 2013: 2.523,32 Euro).

Heinz-Günter Gutmann, der Schulbeauftragte im Bezirksverband Braunschweig, berichtete von den zahlreichen Angeboten des Volksbundes für Schulen und jüngere Menschen. Ausstellungen, Vorträge oder Schulreisen gehören ebenso dazu wie sogenannte Workcamps: Internationale Begegnungen in verschiedenen Ländern, bei denen die jungen Menschen unter anderem die Gräber pflegen, miteinander ins Gespräch kommen und das jeweilige Land entdecken. Völkerverständigung und das friedliche Zusammenleben werden dabei auf vielfältige Weise gelebt. Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Volksbundes unter www.volksbund.de

Informationen: Die Haus- und Straßensammlung 2016 des Volksbundes findet vom 1. Oktober bis 30. November 2016 statt. Die Ehrenamtlichen können sich ausweisen und haben eine Liste für die Spender dabei.

Donnerstag, 19.05.2016


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