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ÖPNV
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Millionen Euro für Verkehrsprojekte

Die ÖPNV-Initiative der Oberbürgermeister der drei Großstädte Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter, Ulrich Markurth, Klaus Mohrs und Frank Klingebiel, bringt in die Region 25 Millionen Euro mehr Zuweisungen.
Empfang für den niedersächsischen Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister in Braunschweig. Großbildansicht

Diese stammen aus sogenannten Regionalisierungsmitteln. Hiervon werden auch Projekte in Salzgitter umgesetzt. 

Im Rahme eines gemeinsamen Positionspapiers hatten die drei Großstädte jeweils Projekte benannt, auf deren Grundlage die jährlichen Mehrzuweisungen in Höhe von 25 Mio. € begründet wurden.

Die Initiative war erfolgreich. Dies ist spätestens seit den Zusagen vom vergangenen Freitag von Ministerpräsident Stephan Weil und Verkehrsminister Olaf Lies sicher.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel betont, dass zuerst die oberzentrale Achse Wolfsburg-Braunschweig-Salzgitter zu stärken ist und davon auch die ländlichen Bereiche profitieren werden. Deren bessere Verknüpfung sei zu berücksichtigen und in einem zweiten Schritt umzusetzen.

Die Stadt Salzgitter erwartet jetzt vom Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB), der die 25 Mio. € Mehrmittel aus der Revision des Niedersächsischen Nahverkehrsgesetzes zur Wahrnehmung der Aufgaben als Träger des öffentlichen Nahverkehrs erhält, eine prioritäre Umsetzung und Finanzierung der Projekte in Salzgitter.

Klingebiel: "Herr Tanke als Vorsitzender der Verbandsversammlung hat mir zugesagt, dass Salzgitter bei der Verteilung der Mittel nicht hinten rüber fallen wird. Ich erwarte von ihm und dem ZGB, dass die Projekte in Salzgitter prioritär umgesetzt werden."

Für Salzgitter sind dies die Projekte:                                    

Angebotsverbesserungen zwischen Salzgitter-Lebenstedt  - Braunschweig Hbf (30 Min. Takt SZ-BS); RB 44
Im Dezember 2014 startete mit dem Diesel-Netz Niedersachsen-Südost, Teillos 1 (DINSO I, Betreiber DB Regio Nord) ein Stundentakt von Montag bis Freitag mit modernisierten Alstom-Dieseltriebwagen. Vorgesehen ist die Erweiterung dieses Angebotes auf das Wochenende. Da sich die Strecke teilweise in einem vergleichsweise schlechten Zustand befindet, sind Maßnahmen sowohl zur Fahrzeitbeschleunigung als auch zur Kapazitätserweiterung vorgesehen.

Ziel ist die Bestellung eines 30-Min.-Taktes mit verkürzten Fahrzeiten, um den vielen Pendlern zwischen Salzgitter und Braunschweig beziehungsweise Wolfsburg eine attraktive Nahverkehrsverbindung anbieten zu können, die dem landesweiten Standard entspricht. 

Angebotsverbesserungen zwischen Salzgitter-Ringelheim - Salzgitter-Bad - Braunschweig Hbf (30 Min. Takt SZ-BS); RB 46
Ebenfalls seit Dezember 2014  sind die Züge auf dieser Strecke von Montag bis Samstag im Stundentakt unterwegs. Zwischen Braunschweig und Ringelheim ist dringend auch sonn- und feiertags, also in den Randzeiten, ein Stundentakt notwendig, um der steigenden Nachfrage gerade im Freizeit- und Touristenverkehr Richtung Harz gerecht zu werden.

Montag bis Freitag ist in der Hauptverkehrszeit ein 30-Minunten-Takt geplant. Hierfür bedarf es auch mit Blick auf mögliche und Fahrzeitverkürzungen unbedingt einer Streckenmodernisierung.

Förderung des Mobilitätszentrums am Bahnhof Lebenstedt
Die Bahnhöfe Braunschweig Hbf, Wolfsburg Hbf sowie Salzgitter-Lebenstedt fungieren bereits heute als ÖPNV-Drehscheiben für die vielen Pendler aus der Region. Die drei Standorte sollen durch die Errichtung von zukunftsweisenden Mobilitätsstationen weiter qualifiziert werden.

Bislang gibt es keine zentrale Mobilitätsdrehscheibe in  SZ und eine unzureichende bauliche Verknüpfung zwischen Bahn (Hbf) und Bus (ZOB).

Es ist vorgesehen, die verkehrsmittelübergreifende Vernetzung des Stadt- und Regionalverkehrs mit dem Ziel der Integration bestehender Angebote aus den Bereichen Regionalbahn, RegioBus, Stadtbus, P+R, Radverkehr/B+R, Car- und Gemeinschaftsfahrräder sowie Elektromobilität vorzusehen.

Darum ist der Bau eines Mobilitätszentrums in Salzgitter-Lebenstedt mit Projektkosten in Höhe von 1,2 Mio. € in Baustufen geplant. Der erste Bauabschnitt beinhalten den Bau einer Servicestation mit den Bausteinen, Ticketverkauf, Fahrradstation, WC-Anlage mit Projektkosten in Höhe von 690.000 €.

Ausbau der Bahnhöfe und Haltestellen mit der Schaffung von Fahrradabstellanlagen
Die Bahnhöfe Salzgitter-Bad, Salzgitter- Ringelheim und die Haltestelle Salzgitter-Thiede sollen durch Abstellanlagen für Fahrräder und Pedelecs inkl. Ladeinfrastruktur (Radverkehr/B+R und Gemeinschaftsfahrräder) ergänzt werden, um eine verkehrsmittelübergreifende Vernetzung der verschiedenen Mobilitätsarten herzustellen. Außerdem ist geplant, die Haltestelle Salzgitter-Thiede umzulegen und/oder auszubauen. Hier bedarf es der Planung durch DB Station & Service und der Initiative des ZGB.

Zur vom Rat beschlossenen geplanten Streckenverlängerung zwischen Fredenberg und Lebenstedt wird gerade durch den ZGB eine Potentialstudie erstellt. Klingebiel sagt hierzu: "Erst wenn die Ergebnisse der Potentialstudie vorliegen, kann die Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme bewertet werden."

Donnerstag, 09.06.2016


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