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Antikriegstag
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Gegen Kriege auf der ganzen Welt

In Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg wurde am 1. September anlässlich des Antikriegstages das Bekenntnis zu Frieden und Solidarität der Staatsregierungen und damit der Völkergemeinschaft erneuert.
Kränze auf Friedhof Jammertal. Großbildansicht

Ausrichter auf dem Friedhof Jammertal in Salzgitter-Lebenstedt war der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Neben dem Hauptredner Dr. Matin Baraki (Universität Marburg) sprachen Marion Koslowski-Kuzu (Vorsitzende DGB-Stadtverband Salzgitter) und Stefan Klein (Bürgermeister der Sttadt Salzgitter).

Baraki beleuchtete unter anderem die Hintergründe heutiger Kriege, zum Beispiel in Syrien, Afghanistan oder dem Irak. Insbesondere sein Geburtsland, er stammt aus Afghanistan, würde seit 15 Jahren mit Kriegen - ein "Testgelände moderner Waffenentwicklung" - überzogen. Die Kriegsindustrie kritisierte er in diesem Zusammenhang scharf, aber auch die Bundesregierung.

Auf der Welt würden außerdem heute noch rund 16.000 Atomsprengköpfe (einige auch in Deutschland) existieren und viele Kriege, insbesondere im Nahen und Mittleren Osten, ohne Mandat der UNO stattfinden - trotz aller "schönen" Reden früherer und derzeitiger Militärverantwortlicher.

Ist der Krieg nur noch ein Geschäftsinteresse, bei dem der einzelne Mensch keine Rolle mehr spielt? Die Teilnehmer waren sich einig, dass Krieg jedweder Art keinen Konflikt löst.

Hintergrund:

Jedes Jahr am 1. September, dem Beginn des 2. Weltkriegs in Europa im Jahr 1939, wird in Deutschland für eine friedliche Welt der "Antikriegstag" begangen - in Salzgitter traditionell auf dem Gedenk- und Ehrenfriedhof Jammertal. Dieser Gedenktag erinnert, welch schreckliches Leid sehr vielen Menschen bis zum Kriegsende im Jahr 1945 widerfahren ist.

Allein auf "Jammertal" liegen rund 4000 Opfer aus unterschiedlichen europäischen Nationen auf dem sogenannten "Ausländerfriedhof" begraben. Nur schätzen lässt sich die Gesamtzahl, die durch direkte Kriegseinwirkung getötet wurden - 50 bis 56 Millionen Menschen. Die Schätzungen, die Verbrechen und Kriegsfolgen einbeziehen, reichen bis zu 80 Millionen.

Zum Zeitpunkt als der 2. Weltkrieg am 1. September 1939 mit dem deutschen Angriff auf Polen begann, befand sich seit dem 7. Juli 1937 der ostasiatische Kontinent im sogenannten "Pazifikkrieg" - bis 1945. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die schrecklichen Atombombenexplosionen auf Hiroshima und Nagasaki, bei denen 100.000 Menschen sofort getötet wurden, an Folgeschäden starben bis Jahresende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den weiteren Jahren kamen viele hinzu.

Der Zweite Weltkrieg stellt den "bislang größten militärischen Konflikt" in der Geschichte der Menschheit dar. Direkt oder indirekt waren über 60 Staaten am Krieg beteiligt, über 110 Millionen Menschen standen Schätzungen zufolge unter Waffen.

Montag, 05.09.2016




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