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Forschungsprojekt
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Salzgitter-Konzern beteiligt sich an internationalem Forschungsprojekt

Der Salzgitter-Konzern beteiligt sich mit internationalen Partnern an einem Projekt, um neue Wege zur Wasserstoffherstellung zu erforschen, die zukünftig einen Beitrag zur CO2-reduzierten Stahlherstellung leisten könnten.
Hauptverwaltung der Salzgitter AG. Großbildansicht

Das Vorhaben startete bereits 2015 und wird seit Anfang 2016 von der EU gefördert.

Bisher sind die Möglichkeiten der Einbindung erneuerbarer Energien in den Verbund eines integrierten Hüttenwerkes beschränkt. Wasserstofferzeugung mit Hilfe von Strom aus solchen Quellen könnte eine Option dazu bieten und für verschiedene Produktionsstufen der Stahlherstellung eingesetzt werden. Dies eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit CO2-Emissionen zu reduzieren, ist aber unter den heutigen Rahmenbedingungen nicht wirtschaftlich.

Zentrales Element des Projektes ist der Bau eines der weltweit leistungsstärksten reversiblen Hochtemperaturelektrolyseure (HTE) sowie dessen Betrieb im industriellen Umfeld auf dem Produktionsgelände der Salzgitter Flachstahl GmbH.

Diese Anlage kann sowohl im Elektrolyse-Betrieb Wasserstoff ("H2") und Sauerstoff ("O2") aus Wasserdampf produzieren als auch im Brennstoffzellenbetrieb Strom erzeugen. Die Inbetriebnahme soll im Sommer 2017 erfolgen.

Der mit Hilfe des HTE produzierte Wasserstoff könnte zur teilweisen Ersetzung von Kohlenstoff als Reduktionsmittel im Hochofen dienen oder bei bestehenden Glühprozessen eingesetzt werden.

Im Verbund mit dem integrierten Hüttenwerk des Salzgitter-Konzerns bietet sich zudem die Möglichkeit, energieeffizient Abwärmepotenziale zu nutzen, um hohe elektrische Wirkungsgrade bei der H2-Herstellung zu erzielen. Wegen der langfristig gesteigerten Verfügbarkeit von Windkraftstrom aus Norddeutschland liegt dessen Einsatz in Niedersachsen nahe.

Der Erfolg ist unter anderem abhängig vom Ausbau der Verteilernetze und von gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie der Entwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

Montag, 05.09.2016


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