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Unesco Global Geopark
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Grüne Karte für den UNESCO-Geopark

Der "UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen" ist für weitere vier Jahre zertifiziert worden.
Luftaufnahme Städtisches Museum Schloss Salder Foto: André Kugellis Großbildansicht

Das Städtische Museum Schloss Salder der Stadt Salzgitter ist mit seinen Ausstellungen, dem Eiszeitgarten und den Geopfaden Salzgitter-Bad und Lichtenberg seit 2007 Informationszentrum für Salzgitter im Netzwerk dieses regionalen Geoparks.

Im Sommer 2017 musste er sich einer turnusmäßigen Überprüfung stellen. Experten aus China und Irland bereisten die Geoparkregion, die sich über Teile der Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erstreckt. Das Ergebnis wurde mit Spannung erwartet. Wird die Anerkennung als UNESCO-Geopark Bestand haben? Wird sie es für lediglich zwei Jahre geben (mit Auflagen, sogenannte "Gelbe Karte"), oder wird es sie - wie erhofft - für volle vier Jahre geben (mit Empfehlungen, sogenannte "Grüne Karte")?

Nach Beratung des Überprüfungsberichts im "UNESCO Global Geopark Council" ist der Deutschen Kommission nun mitgeteilt worden, dass der "UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen" 2018 eine Grüne Karte erhält.

Verbunden ist diese Entscheidung mit folgenden Empfehlungen:
- Das hervorragende Netz aus Landmarken und Geopunkten sollte auch im Nordteil des Geoparks vervollkommnet werden.
- Maßstab für die Weiterentwicklung des Geoparks sind Publikationen mit englischen Zusammenfassungen und Informationstafeln mit QR-Codes zu englischsprachigen Faltblättern. 
- Ein auf formellen Vereinbarungen basierendes Partnernetzwerk des Geoparks soll auch Beherbergungsbetriebe, Gastronomie, Transportunternehmen und Erzeuger regionaler Produkte einschließen.
- Die internationale Bedeutung des Geoparks ließe sich durch erhöhte Aktivitäten innerhalb des Europäischen Geoparknetzwerkes (EGN) und Partnerschaften innerhalb des Globalen Geoparknetzwerkes (GGN) besser in Wert setzen. 

"UNESCO-Geoparks" sind Regionen, die Erdgeschichte besonders anschaulich zeigen, bedeutende Fossilfundstellen oder Gesteinsformationen vorweisen. Durch Bildung, Schutz und Förderung einer nachhaltigen Entwicklung machen sie das Erbe ihrer Landschaft erlebbar, für Bewohner/innen wie für Besucher/innen. Sie schaffen Identifikation mit der Region, fördern Tourismus und machen Herausforderungen des globalen Wandels in der Region zum Thema.

Derzeit gibt es 127 "UNESCO-Geoparks" in 35 Ländern, sechs davon in Deutschland: Bergstraße-Odenwald, TERRA.vita, Schwäbische Alb, Vulkaneifel, Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen sowie der deutsch-polnische Geopark Muskauer Faltenbogen.

UNESCO-Geoparks werden alle vier Jahre einer erneuten Qualitätsprüfung unterzogen.

Donnerstag, 25.01.2018




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