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Gleichstellungsbeauftragte
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Neue Gleichstellungsbeauftragte

Seit September 2010 hat die Stadt Salzgitter eine neue Gleichstellungsbeauftragte - Simone Semmler.
Simone Semmler Großbildansicht

Bevor es aber soweit war, musste die Kandidatin in  einem Auswahlverfahren Oberbürgermeister Frank Klingebiel und die Auswalkommission binnen zwei Stunden für sich gewinnen und sich den Ratsmitgliedern in den jeweiligen Fraktionssitzungen in einem persönlichen Gespräch vorstellen. Die waren von Simone Semmler überzeugt und stimmten in der Ratssitzung einstimmig für sie als Gleichstellungsbeauftragte. 

Wie Semmler betont, war es nicht immer ihr Lebensziel irgendwann einmal diese Aufgabe zu übernehmen. Bevor die "Gleichstellung von Frau und Mann" ihr Thema wurde, war sie im kirchlichen Bereich beschäftigt, bildete sich nebenberuflich zur Ehe-, Familien- und Lebensberaterin weiter, arbeitete angestellt und freiberuflich für den Fachdienst Integration der Stadt Salzgitter (Ausbildung der Integrationslotsen/innen) und danach 3,5 Jahre im Fachgebiet Kommunale Kinder- und Jugendförderung des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie in der Kompetenzagentur Süd. 

Sie habe zunächst in anderen Berufszweigen wie auf dem Gebiet der Ehe-, Familien- und Lebensberatung sowie der Integration und Jugendarbeit Erfahrungen machen müssen, damit das Interesse an dem Thema Gleichstellung reifen konnte. Gerade zum richtigen Zeitpunkt sei die Stelle bei der Stadtverwaltung ausgeschrieben gewesen. Ein Vorteil war für sie, so Simone Semmler, dass sie besonders durch ihre Arbeit beim Fachdienst Kinder, Jugend und Familie bereits die Strukturen der Stadt Salzgitter kenne. 

Die Idee der "Kinder- und Familienfreundlichen Stadt" von Oberbürgermeister Frank Klingebiel fände sie äußerst reizvoll. Dazu gehörten starke Frauen, die teilhaben an allen gesellschaftlichen Prozessen und die Beruf, gesellschaftliches Engagement und Familie miteinander vereinbaren können. Dazu gehörten wiederum starke Väter, die nicht wie ein "Alien" betrachtet oder belächelt werden, weil sie Beruf, gesellschaftliches Engagement und Familie miteinander vereinbaren wollen. 

Die Kernaufgaben ihrer Stelle, wie ein "familienfreundliches Rathaus" zu schaffen, also den Kolleginnen und Kollegen mit Kindern zu ermöglichen Berufstätigkeit und Familie besser zu vereinbaren sowie Arbeitszeiten, Arbeitsabläufe, Führungsverhalten, Kommunikation und Personalentwicklung familiengerecht zu gestalten, seien ohnehin vom Gesetzgeber vorgegeben. Ihre Arbeit sei es, diese Vorgabe bei der Stadt Salzgitter in die Realität umzusetzen.

Was Aufgaben angeht, die sie kreativ umsetzen könne, sondiere sie zur Zeit noch welche Themen es gibt, die sie bearbeiten müsse und was sie wann in Angriff nehmen möchte. Sie wolle lieber noch ein Weilchen mit offenen Augen und Ohren durch Salzgitter laufen und schauen, was von den möglichen Themen, die ihr vorschweben, hier wirklich im Augenblick aktuell und realisierbar sei. Einige von ihnen müssten langsam reifen und behutsam angepackt werden. 

Für die Zukunft wünsche sie sich in Deutschland eine grundlegende gesellschaftliche Veränderung, so die Gleichstellungsbeauftragte. Die bräuchten jedoch im Schnitt fünf Generationen. In der Gleichstellungsfrage sei sie (da nach dem Krieg nach noch mal ziemlich von vorne angefangen werden musste) vielleicht die dritte Generation, die sich diesem Thema widme. Sie sei also nur ein Glied in einer langen Kette. Wichtig sei, dass alle an den Veränderungen mitwirken würden und so die Gesellschaft Schritt für Schritt weiter komme.

Donnerstag, 31.03.2011




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