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Ratssitzung 4/16
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Watenstedt wird Industriegebiet

Der Stadtteil Watenstedt wird in ein Industriegebiet umgewandelt. Für die Abwicklung der damit verbundenen vielfältigen Aufgaben hat eine noch einzurichtende Entwicklungsgesellschaft zu sorgen.
Luftbild von Watenstedt. Großbildansicht

Dies hat der Rat der Stadt Salzgitter in seiner Sitzung am 25. Januar einstimmig bei einer Enthaltung entschieden.

Ziel ist es, ein hochwertiges Industriegebiet zu schaffen und sämtliche Flächen privater Eigentümer anzukaufen. Dazu sind bereits Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt und eine vorläufige Objekt- und Grundstücksschätzung vorgenommen worden. Darüber hinaus wird mit dem umfassenden städtebaulichen Entwicklungsprojekt auch die Lösung sozialer Probleme im betroffenen Stadtteil durch eine sozialverträgliche Umsiedlung der Einwohner angestrebt.

Dieser Prozess der Umwandlung wird kurzfristig nicht zu schaffen sein, sondern mindestens 10 bis 15 Jahre dauern. Die mit der Gesamtentwicklung verbundenen Kosten (Ankauf der Flächen, Erschließung und Vermarktung) werden für die Stadt Salzgitter ein nicht unerhebliches finanzielles Risiko darstellen. So ist etwa in Abhängigkeit des jeweiligen Nutzungsszenarios insgesamt mit Planungs-, Grunderwerbs-, Erschließungs- und Vermarktungskosten von rund 40 Millionen Euro zu rechnen.

Der heutige Stadtteil Salzgitter-Watenstedt ist durch vergleichsweise ungünstige städtebauliche und immissionsschutzrechtliche Rahmenbedingungen geprägt, die sich aus der unmittelbaren Nachbarschaft zu den großindustriellen Standorten der Salzgitter Flachstahl GmbH, der MAN Truck & Bus AG und ALSTOM Transport Deutschland GmbH sowie dem Industriepark "Watenstedt-Ost" ergeben. Diese besonderen Umfeldbedingungen haben die Wohnsituation seit Bestehen der (Schwer-) Industrie beeinträchtigt und in der Folge zu teilweise wenig attraktiven baulichen Entwicklungen und sozialen Problemen geführt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung hat sich das Kommunalparlament einstimmig in einem Dringlichkeitsantrag gegen die aktuellen Pläne des Bundesumweltministeriums ausgesprochen. Dieses beabsichtigt nach einem Bericht der Salzgitter Zeitung dem  Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter Kompetenzen zu entziehen. Für die geplante neue Endlagersuche will es mit weiteren Steuermitteln eine zusätzliche Behörde schaffen. Oberbürgermeister Frank Klingebiel soll nun dazu Kontakt mit der Bundesregierung, möglichst direkt mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen und den für Salzgitter zuständigen Bundestagsabgeordneten aufnehmen.

Mittwoch, 25.01.2012


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