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Aber das Leben geht weiter

Ein bewegender Kino-Dokumentar-Film von Karin Kaper und Dirk Szuszies über Vertreibung und Verlust der Heimat ist am Dienstag, 11. September, um 18 Uhr im Kultiplex-Kino in Lebenstedt zu sehen
Regisseurin Karin Kaper (Mitte), mit ihrer Mutter Ilse Kaper (links) und Tante Hertha Christ. Großbildansicht

Der Film wird in Salzgitter in Kooperation von Karin-Kaper-Film mit Simone Semmler, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Salzgitter, sowie des  Kultiplex-Kinos gezeigt. Bei der Premiere am Dienstag wird auch Regisseurin Karin Kaper mit dabei sein.

Drehorte und Schauplätze waren in Bremen und Niedersachsen. Der Film erzählt von drei polnischen und drei deutschen Frauen aus mehreren Generationen, deren Familiengeschichte sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf dramatische Art kreuzen, setzen bewusst persönlich zum Thema "Flucht und Vertreibung" ein Zeichen der Annäherung.

Der Dokumentarfilm erzählt sehr privat ein jahrzehntelanges besonderes Kapitel in den deutsch-polnischen Beziehungen. Kommentarlos kommen die Frauen zu Wort und lassen den Betrachter Anteil nehmen an ihrer subjektiven Sicht der Ereignisse. Sie setzen bewusst persönlich zum Thema "Flucht und Vertreibung" ein Zeichen der Annäherung. Ein Film über Heimat, Krieg, über das Überleben in der Fremde, darüber wie die große Geschichte in das Dasein der Menschen hineinblitzt und die Lebensbahnen durcheinanderwirbelt.

Es wird nicht nur über die erschütternden Vorkommnisse in den Kriegswirren bis zur endgültigen Vertreibung der deutschen Familie aus ihrem niederschlesischen Dorf Niederlinde im Sommer 1946 berichtet. Der Film wirft auch ein Licht auf die Entwicklungen der Nachkriegszeit sowie spätere Jahrzehnte bis heute. Dem Schicksal der Deutschen, die später in Bremen und Umgebung eine zweite Heimat fanden, wird das der polnischen Familie gegenübergestellt, die ihrerseits 1940 von der sowjetischen Armee aus Ostgebieten Polens nach Sibirien verschleppt wurde. Nach einer unglaublichen sogar bis Kirgistan führenden Odyssee bekam sie schließlich im Sommer 1945 den Hof der Deutschen zugesprochen. Das ehemalige Niederlinde heißt heute Platerówka und liegt 25 Kilometer von Görlitz entfernt.

Der Film ist neben dem Termin am 11. September in weiteren Vorführungen vom 13. bis 19. September im Kultiplex-Kino zu sehen.

Gefördert wird der Film aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Empfohlen wird er vom Bundesverband der Deutsch-Polnischen Gesellschaften und der Bundeszentrale für Politische Bildung.

Dienstag, 14.08.2012


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