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Konrad-Transportstudie
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In Konrad-Transportstudie wohl noch weitere Mängel

Die Phase 1 der Überprüfung der Transportstudie Konrad 2009 durch das Gutachterbüro Intac ist nunmehr abgeschlossen. Über die Ergebnisse wurde der Rat der Stadt Salzgitter in seiner Sitzung am 19. September informiert.
Schacht Konrad in Salzgitter. Großbildansicht

Das Gutachterbüro wurde durch die Stadt im vergangenen Jahr mit der Überprüfung der Fortschreibung der Transportstudie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) beauftragt. Dies geschah vor dem Hintergrund, auch bei den Transporten in das Endlager Konrad die Sicherheit der Bürger sowie der Beschäftigten in der Stadt Salzgitter zu gewährleisten.

Vier Kernpunkte werden von den Gutachtern bemängelt: Es werden weder realistische radiologische Bedingungen, noch der schlimmste anzunehmende Fall berücksichtigt - nur Mittelwerte. Die mögliche Strahlenbelastung für die Bevölkerung werde falsch eingeschätzt, beim Transport würden Grenzwerte für die Strahlenbelastung angeblich deutlich unterschritten. Die bereits vorliegenden identifizierten Aspekte werden in der zweiten Phase noch bis Ende September vertieft bearbeitet.

Der Rat gehe davon aus, dass dann noch weitere Mängel der GRS-Transportstudie offensichtlich werden. Seit Vorstellung vor drei Jahren würde es mehr Fragen als Antworten geben.

Die Stadt Salzgitter hat im Laufe des durchgeführten Genehmigungsverfahrens sich deutlich positioniert und die erforderlichen Schritte durchgeführt, um das Endlager Schacht Konrad zu verhindern. Gegen den dann ergangenen Planfeststellungsbeschluss hat die Stadt Salzgitter durch alle Instanzen geklagt. Es wurde auch bemängelt, dass die Transporte und die damit verbundenen Belastungen und Auswirkungen nicht Teil des Genehmigungsverfahrens waren, wie es bei Verfahren dieser Art für andere raumbedeutsame Anlagen üblich ist.

Im Falle der Inbetriebnahme von Konrad würden alle Transporte von radioaktiven Abfällen zum Endlager über das Gebiet der Stadt Salzgitter erfolgen. Die Klage wurde im März 2006 vom OVG Lüneburg und im März vom Bundesverwaltungsgericht als unzulässig abgelehnt. Somit ist eine rechtliche Verhinderung durch die Stadt nicht möglich. Jedoch soll durch das Gutachten auf wesentliche Aspekte hingewiesen werden. Die Stadt wird den Bund sowie die Betreiber über das Ergebnis der Studie informieren und um Nachbesserung der identifizierten Aspekte bitten. Einen Rechtsanspruch auf Umsetzung hat die Stadt jedoch nicht. Die Stadt will nach Aussage von Oberbürgermeister Frank Klingebiel eine hundertprozentige Sicherheit für die Salzgitteraner, keine "relative" Sicherheit.

Freitag, 21.09.2012


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