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Lesepaten feiern Geburtstag
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10 Jahre "Salzgitter liest vor"

Zehn Jahre "Salzgitter liest vor": Diesen Geburtstag des Lesepatenprojekts feierten die Verantwortlichen der Stadtbibliothek Salzgitter und der Katholischen Familienbildungsstätte mit einem Fest für die Ehrenamtlichen.
Eine besondere Geburtstagstorte wird zum zehnjährigen Bestehen des Lesepatenprojektes von Oberbürgermeister Frank Klingebiel angeschnitten. Darüber freuen sich Maritta Jäschke-Bortfeldt von der Katholischen Familienbildungsstätte (links) und Vasiliki Treskas von der Stadtbibliothek Salzgitter, die beide das Lesepatenprojekt betreuen. (Foto: Stadt Salzgitter) Großbildansicht

Oberbürgermeister Frank Klingebiel bedankte sich für das einmalige Engagement der 40 Lesepaten, die mit ihren Vorlesestunden die Mädchen und Jungen in den Kindergärten und Grundschulen begeistern.

"Lesen bildet, vermittelt Wissen und fördert den Austausch. Lesen begeistert Groß und Klein", betonte der Oberbürgermeister in seiner Rede. Die Stadt Salzgitter habe viele Projekte, die verbinden. Das Lesepaten-Projekt sei ein Besonderes. 40 Frauen und sechs Männer zwischen 40 und 80 Jahren lesen in 29 Kindertagesstätten, vier Grundschulen und dem Mütterzentrum den Kindern in kleinen Gruppen vor. Sie stellen ehrenamtlich den Kleinen einen Teil ihrer freien Zeit zur Verfügung und beteiligen sich an dem Projekt zur Leseförderung, das im Jahr 2003 unter dem Motto "Salzgitter liest vor" von der Stadtbibliothek und der Katholischen Familienbildungsstätte begann.

"Mit dem Vorlesen wollen wir den Mädchen und Jungen ein schönes Erlebnis mit Büchern vermitteln und so die Freude am Lesen wecken. Niemand hat vor zehn Jahren damit gerechnet, dass das Projekt so nachhaltig und erfolgreich wird", freut sich Barbara Henning, stellvertretende Fachdienstleiterin der Stadtbibliothek.

"Die Kinder sind begeistert. Sie freuen sich auf uns und die Bücher und begrüßen uns mit den Worten: Schön, dass du wieder da bist"; sagt Brigitte Schauf, die seit zehn Jahren als Patin aktiv ist. Ebenso wie Eckart Herr: "Das Vorlesen ist viel mehr als Lesen. Die Kinder lernen durch die Bücher, es entwickeln sich untereinander Gespräche und wir wecken die Begeisterung für das Lesen", so der Pate. Denn die Kinder berichten auch zu Hause von den Geschichten ihrer Paten, führen ihre Eltern in die Stadtbibliothek oder lassen sich die gelesenen Bilderbücher schenken.

Beide Lesepaten haben sich vor zehn Jahren auf den Aufruf gemeldet, dass Vorleser gesucht werden. Beide lesen gern und auch gern vor. Die Begeisterung der Kinder sei ein schöner Lohn für ihr ehrenamtliches Engagement. Auch komme es vor, dass Eckart Herr die Kinder von früher heute als Jugendliche in der Stadt treffen. "Sie haben uns immer vorgelesen", wird er dann oft angesprochen. In der Kita wollen die Kleinen ihre Paten oft gar nicht gehen lassen. "Ich will nicht, dass du gehst. Bitte noch mal lesen" hören Brigitte Schauf, Eckart Herr oder Hans Verstegen von ihren Mädchen und Jungen. Diese Sympathie der Kleinen hänge auch damit zusammen, dass da jemand extra für sie in die Kita oder Grundschule komme. "Je früher die Kinder mit Büchern vertraut sind, desto eher lässt sich die Begeisterung für das Lesen wecken", sagt Maritta Jäschke-Bortfeldt von der Katholischen Familienbildungsstätte.

Ein bis zwei Mal die Woche lesen die Paten jeweils eine Stunde in Kindergärten, Grundschulen vor. Die Stadtbibliothek und die Katholische Familienbildungsstätte betreuen dieses Projekt und die Paten. Zwei Mal im Jahr gibt es für die Lesepaten spezielle Fortbildungen und Lesungen: Neue Bücher, Spiele und Methoden zur Sprach- und Leseförderung werden vorgestellt. Sprach- und Stimmtraining runden das Angebot für die Paten an. Es gibt ein Dankeschön-Treffen und einen Bücherfrühling, auf dem Bücher für Kinder und Erwachsene vorgestellt werden. Die Finanzierung teilen sich beide Institutionen.

"Das Projekt ist einzigartig. Es gibt viele Bürger, die sich als Lesepaten engagieren. Dafür sage ich herzlichen Dank", sagte Christa Frenzel, Dezernentin für Soziales und Bildung.

Die Verantwortlichen würden sich über weitere Ehrenamtliche freuen: Wer Lesepate oder Lesepatin werden möchte, sollte Spaß am Lesen haben, sich gern mit Kindern beschäftigen, eine sinnvolle ehrenamtliche Aufgabe suchen und regelmäßig eine Stunde Zeit haben.

Interessenten können sich an die beiden Projektleiterinnen wenden: Katholische Familien-Bildungsstätte Salzgitter, Maritta Jäschke-Bortfeldt, Saldersche Str. 3, 38226 Salzgitter, Tel.: 05341- 456 82, E-mail: jaebokathfabisalzgitterde oder

Stadtbibliothek Salzgitter, Vasiliki Treskas, Joachim-Campe-Str. 4, 38226 Salzgitter, Tel.: 05341 - 839 3947, E-mail: vasiliki.treskasstadt.salzgitterde

 

 

 

Montag, 03.02.2014


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