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Diebeststieg
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Neue Photovoltaikanlage

Mit der Investitionssumme von rund 1,071 Millionen Euro hat der Städtische Regiebetrieb (SRB) auf einer Fläche des Deponiegeländes Diebesstieg von ca. 15.000 Quadratmeter eine Photovoltaikanlage errichtet.
Auf einer Freifläche des Deponiegeländes Diebesstieg gibt es nun eine Photovoltaikanlage. Großbildansicht

Deponieflächen eignen sich grundsätzlich gut für den Betrieb einer Photovoltaikanlage. Sie bieten in vielen Fällen eine ausreichend große Fläche, die für den wirtschaftlichen Betrieb einer Freiflächenanlage benötigt wird (mindestens 1 Hektar). Deponieflächen stehen für eine anderweitige Folgenutzung nur in wenigen Fällen und sehr eingeschränkt zur Verfügung. Das wurde in Salzgitter erkannt und nach einem Ratsbeschluss umgesetzt.

Mit Photovoltaik wird die Erzeugung von elektrischem Strom aus Sonnenlicht bezeichnet. Das Sonnenlicht strahlt auf eine Solarzelle und wird dort direkt und ohne Umwege in elektrischen Strom umgesetzt. Je mehr Licht, desto mehr Strom. Das Kernstück einer Photovoltaikanlage sind die aus Solarzellen bestehenden Solarmodule, die Sonnenenergie in Gleichstrom umwandeln. Um den produzierten Strom einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage jedoch in ein öffentliches Stromnetz einzuspeisen, wird er über Gleichstromleitungen zu einem oder mehreren Wechselrichtern geführt, die den Gleichstrom in netzkonformen 230 V Wechselstrom umwandeln. Bevor der Strom jedoch in das öffentliche Netz eingespeist wird, muss ein so genannter Einspeisezähler zwischengeschaltet werden. Anhand dieses Zählers wird die eingespeiste Strommenge gemessen, um somit die entsprechende Vergütung anschließend berechnen zu können.

Bei der Installation der Photovoltaik-Freiflächenanlage auf dem Diebesstieg waren zahlreiche Rahmenbedingungen zu beachten. Neben den vergütungsrechtlichen Vorgaben des EEG waren insbesondere baurechtliche, abfalltechnische und naturschutzfachliche Belange zu prüfen. Der Bau und die Wartung der Anlage wurden öffentlich ausgeschrieben. Eine Plangenehmigung des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes wurde erteilt.

Die auf Diebesstieg stehende Anlage setzt sich aus 3.960 Modulen (á 250 Watt peak) zusammen und hat eine Generatorfläche von 6.430,7 Quadratmeter. Im Jahr sollen so 904.434 kWh Strom geliefert werden. Durch die Netzeinspeisung des gewonnenen Stroms wird eine Vergütung von rund 80.700 Euro pro Jahr erwartet.

Bereits durch eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 5 kWp (Kilowatt peak) und einer Größe von ca. 50 Quadratmeter, kann in etwa der Strombedarf eines 4-köpfigen Haushaltes gedeckt werden. Eine Anlage dieser Größe kann in vielen Fällen auf der Fläche des Daches eines Einfamilienhauses untergebracht werden. Die Anlage auf Diebesstieg hat eine Leistung von 990 kWp und könnte damit rund 200 4-köpfige Haushalte mit Strom versorgen.

Weitere Informationen:

Seit dem Jahr 2000 werden mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über den Vorrang erneuerbarer Energien in Deutschland vermehrt Photovoltaikanlagen errichtet. Mit dem Beschluss der beschleunigten Energiewende nach Fukushima steht die Energieversorgung in Deutschland vor einem Wandel. Bis zum Jahr 2050 soll der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Energieversorgung mindestens 80 Prozent betragen. Dabei werden vor allem die Wind- und die Sonnenenergie eine entscheidende Rolle spielen.

Donnerstag, 04.12.2014




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