Sprungmenü

obere Global-Navigation



BMU
Drucken

BMU: Kein Asse-Müll in Schacht Konrad

Die Bundesregierung hat am Mittwoch, 12. August, ein Konzept zur Entsorgung aller radioaktiven Abfälle beschlossen, teilt das zuständige Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung mit.
Schacht Konrad in Salzgitter. Großbildansicht

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: "In den Stellungnahmen der Bürger sind insbesondere Bedenken gegen eine Erweiterung der Schachtanlage Konrad geäußert worden. Diese Bedenken haben wir sehr ernst genommen und nach der Auswertung der Stellungnahmen in die Überarbeitung des Entwurfs einbezogen."

Hinsichtlich der Abfälle aus der Schachtanlage Asse II und der eventuell endzulagernden Abfälle aus der Urananreichung in Gronau wurde in dem Entsorgungsprogramm konkretisierend ausgeführt, dass diese bei der Standortsuche für das Endlager für insbesondere hochradioaktive Abfälle berücksichtigt werden sollen.

Hendricks: "Schacht Konrad scheidet nicht mit endgültiger Gewissheit aus. Aber ich habe klar die Richtung vorgegeben. Eine Erweiterung von Konrad wollen wir auf diese Weise vermeiden."

Als Grundlage für die Erstellung des Nationalen Entsorgungsprogramms hat das BMU diese Gesamtdarstellung erarbeitet, die allen absehbaren und potentiellen Atommüll beinhaltet, der entsorgt werden muss. Das Programm wird jetzt der EU-Kommission vorgelegt.

Im Vorfeld konnten Bürger sowie Behörden zum Entwurf Stellung nehmen. Die Stellungnahme der regionalen Bündnispartner IG Metall, AG Schacht Konrad, Landvolk und Stadt Salzgitter haben über 70.000 Menschen unterschrieben.

Ziel bleibt es weiterhin, "Konrad" abzuwenden. "Wir haben aber erstmal den Fuß in der Tür", sind sich die Bündnispartner sicher.

Mittwoch, 12.08.2015




Logo: Salzgitter