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St.-Nicolai-Kirche
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St.-Nicolai-Kirche in Gebhardshagen

Die evangelische St.-Nicolai-Kirche ist die älteste Kirche von Gebhardshagen, sie wurde durch die Herzogin Anna Sophia von Brandenburg (1598-1659), der Gemahlin des Herzogs Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634), erbaut.
St. Nicolai-Kirche in Gebhardshagen. Großbildansicht

An der Stelle der heutigen St.-Nicolai-Kirche von Gebhardshagen war bereits 1410 eine hölzerne Kapelle errichtet worden, die ebenfalls dem heiligen Nikolaus gewidmet war. Als diese zu klein geworden war, wurde sie zwischen 1614 und 1619 auf Geheiß der Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel durch einen Neubau ersetzt. Die Kirche hatte einen hohen und spitzen Turm, an den sich ein kurzes Schiff und ein achteckiger Chor anschlossen. Der Kirchturm, das Dach, die Glocken und die Orgel wurden 1791 bei einem schweren Gewitter zerstört. Lange konnte die Kirche nicht benutzt werden, erst 1810 wurden die Schäden beseitigt. Aus Kostengründen wurde dabei der Kirchturm kleiner als zuvor aufgebaut, auch erhielt er nur ein niedriges Dach. Zwischen 1860 und 1862 wurde das Kirchenschiff vergrößert und es wurden das Querschiff und eine neue Apsis angebaut.

Die drei Glocken des Kirchturms sind jüngeren Datums. Die zuletzt 1892 gegossenen beiden Bronzeglocken wurden im Ersten Weltkrieg eingezogen und erst 1933 ersetzt, im Zweiten Weltkrieg musste die größere der beiden Glocken abgegeben werden. Diese konnte erst 1961 ersetzt werden, vier Jahre später wurde eine dritte Glocke beschafft. Das Uhrwerk der Turmuhr wird heute noch mechanisch angetrieben und muss jede Woche von Hand aufgezogen werden.

Der Altar der Kirche ist schlicht, auf der Altartafel ist die Auferstehung Christi wiedergegeben. Die Kanzel wird von einer achteckigen Säule getragen, in ihren Nischen sind Apostelfiguren aufgestellt. Die Orgel steht auf der Schmalseite der dreiseitigen Empore, sie wurde zuletzt 1864 erneuert. Der im Renaissancestil aus Sandstein gehauene Taufstein wurde um 1650 gefertigt. Als die Kirche während der Erweiterungsarbeiten ab 1862 geschlossen war, wurde dieser an einen ortsansässigen Kaufmann verkauft, der ihn als Blumenschale in seinem Garten nutzte. Erst 1964 wurde der Taufstein wiederentdeckt und in die Kirche zurückgeholt.

Text: Markus Schulze, Ortsheimatpfleger für Hohenrode



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