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Klosterkirche Ringelheim
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Klosterkirche Ringelheim

Das im 10. Jahrhundert gegründete Kloster Ringelheim wurde 1803 säkularisiert und weltlicher Besitz.
Altarraum in der Kirche St. Abdon und Sennen Großbildansicht

Im Jahre 940 stiftete Graf Immat ein Frauenkloster und aus dieser Zeit muss auch der erste Vorgängerbau der heutigen Kirche St. Abdon und Sennen stammen.

1153 wurden die Nonnen durch den Männerorden der Benediktiner abgelöst. Zu dieser Zeit war die Kirche nur 2/3 so lang wie heute und viel niedriger. An der Westseite, wo sich auch der Haupteingang befand, hatte sie einen Turm und zwei Kapellen.
1596 beschädigte ein Brand die Kirche so stark, dass erst mit Einsetzung von Abdon Könich als Abt anno 1694 der Wiederauf- und Neubau begann.

Die zum Kloster gehörende Kirche wurde als Barockkirche wieder aufgebaut. Die Mauern des Mittelschiffes und der Seitenschiffe um mehrere Meter erhöht und die Kirche mit dem Spitzgauben verzierten Dach sowie dem als Dachreiter ausgeführten Glockenturm versehen. Abdon Könich ließ den Innenraum üppig barock ausstatten und gab die hochberühmte Orgel bei Andreas Schweimb in Einbeck in Auftrag.

Die Barockfassade ließ Abt Bernward Peumann 1730 zusammen mit der großzügigen Freitreppe errichten. Der Innere Kirchenraum wurde 1796 noch einmal dem Zeitgeschmack entsprechend klassizistisch durch den letzten Abt Godehard Arnoldi gestaltet. Die Seitenaltäre wurden neu geschaffen lehnten sich aber stilistisch an den Hauptalter an. Die Kirche stellt ein in Salzgitter einmaliges sakrales Bauwerk dar und dient heute als kath. Gemeindekirche.

Sehenswert ist die wertvolle Barockorgel, die zu den besten ihrer Art im norddeutschen Raum zählt  und das Lindenholz-Kruzifix aus der Werkstatt des Bischofs Bernward, das um 1000 entstanden ist. Es handelt sich nach dem Kölner Gero-Kreuz um das älteste Großkreuz Deutschlands.

Die Kirche ist jedes Jahr im Frühjahr Austragungsort der Ringelheimer Orgeltage mit namhaften Künstlern.



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