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Salzgitter

Sammeln für den Frieden

Sammeln für die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Zum Auftakt der Haus- und Straßensammlung bedankte sich Oberbürgermeister Frank Klingebiel bei allen Schülern und Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

Bis Ende November sind in Salzgitter viele Privatpersonen und Schüler von fünf Schulen mit Sammeldosen unterwegs, um die aktive Friedensarbeit des Volksbundes zu unterstützen.

„Der Volksbund leistet eine wichtige Aufgabe. Ich bedanke mich bei allen, die diese Arbeit unterstützen“, sagte Frank Klingebiel. Der Oberbürgermeister und erste Vorsitzende des Kreisverbandes Salzgitter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hofft auf Spenden, mit denen die wichtigen Projekte des Volksbundes unterstützt werden können: Die Pflege und die Neuanlage von Kriegsgräberstätten gehören ebenso dazu wie eine umfangreiche Schul- und Jugendarbeit. Obwohl gerade die jüngeren Generationen glücklicherweise keinen Krieg mehr erlebt hätten, sei die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit wichtig für die Zukunft. „Frieden und Freiheit sind für viele Menschen leider nicht selbstverständlich. Umso wichtiger ist die Friedensarbeit von uns allen“, so Klingebiel. Er begrüße es, dass sich die Schüler für den Volksbund engagieren. Es sei mutig, die Menschen auf der Straße anzusprechen und um Spenden zu bitten.

Carsten Bauerochse, Geschäftsführer im Kreisverband Salzgitter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, zeigte sich dankbar, dass in diesem Jahr fünf Schulen aus Salzgitter mitmachen. Die Gottfried-Linke-Realschule; die Realschule Salzgitter-Bad; die Realschule Gebhardshagen, die IGS Salzgitter und das Gymnasium Salzgitter-Bad. Jede Schule entsendet Sammlerinnen und Sammler, die in den Fußgängerzonen in Lebenstedt und Salzgitter-Bad, aber auch von Haustür zu Haustür, mit Sammelbüchsen unterwegs sein.

Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Gottfried-Linke-Realschule beschäftigen sich mit ihrer Lehrerin Claudia Ludwig im Wahlpflichtkurs Geschichte mit dem Volksbund und begleiten neben der Sammelaktion auch die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag. Darüber hinaus wollen sie sich auch für die Flüchtlinge engagieren. Diese sind Opfer von Kriege und Terror und benötigen für ihr neues Leben in der Fremde Unterstützung.

Für die Schüler der Klassenstufe 6 und 7 der Realschule Gebhardshagen ist die diesjährige Haus- und Straßensammlung eine Premiere. Zusammen mit ihrem Vertrauenslehrer Peter Lippke wollen sich die Kinder für die Friedensarbeit engagieren.

Darüber freut sich auch Wolfgang Marienfeldt aus Heerte, der sich seit rund zehn Jahren als Sammler in Heerte für den Volksbund engagiert, um diese wichtigen Aufgaben zu unterstützen.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erfüllt seit über 90 Jahren in Deutschland eine hoheitliche Aufgabe, die in anderen Ländern durch die Regierungen beziehungsweise staatliche Institutionen wahrgenommen wird. Unter dem Titel „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ bitten die Ehrenamtlichen um Unterstützung, weil die Finanzierung der Pflege und die Neuanlage von Kriegsgräberstätten weitgehend über Spenden erfolgt. Der Volksbund betreibt als einziger Kriegsgräberdienst eine umfangreiche Schul- und Jugendarbeit. Im vergangenen Jahr trafen sich beispielsweise über 15.000 junge Menschen aus verschiedenen Ländern in den Workcamps, Jugendprojekten und Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes im In- und Ausland.

Bedauerlicherweise gehe bundesweit die Spendenbereitschaft zurück. Deswegen sei das Engagement so wichtig.

Informationen: Die Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge findet bis zum 30. November statt. Privatpersonen und Schüler von fünf Schulen sind mit Sammeldosen im Auftrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge unterwegs. Die Ehrenamtlichen können sich ausweisen und haben eine Liste für die Spender dabei.