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Salzgitter

Deutsch-Israelische Vorweihnachtszeit

Der Kinder- und Jugendförderung der Stadt Salzgitter ist mit ihrem ansprechenden Programm wieder ein erfolgreicher Jugend- und Erfahrungsaustausch mit Jugendlichen aus Qualansuwa (Israel) und aus Salzgitter gelungen.

Freunde der weihnachtlichen Dekoration in dem KJT Hamberg: Die israelischen Gäste Waheb Amer, Islam und Majed (Leitung) Shech Eassa, Muhammad Easa, Adam Gazawe, Sajed Isa, Abed Elhamed und Marsel Mari, Adan Natour, Majd Rass, Tawfeek Sarsour, Halima, Ramis und Sahar Taha mit ihren deutschen jugendlichen Gastgebern Sabine Fleischer, Milosch Hahn, Jenny Hotop, Marc Keller, Kilian Kostorz, Alicia und Viviane Langner, Daniel Leicht, Sergej Stahmic, Henrik Torbecke und Markus Voigt.

Schon zum sechsten Mal fand dieser israelische Besuch statt. Auch Salzgitteraner Jugendliche konnten in den vergangenen Jahren mit der städtischen Jugendförderung bereits fünfmal die Jugendlichen in Israel besuchen. 

Dieses Jahr fand das Treffen zur Weihnachtszeit mit rund ein Dutzend junger Israelis im Alter von 14 bis 16 Jahren und Salzgitteraner Jugendlichen statt. Sie wurden von der hauptamtlichen Sozialpädagogin Tamara Hagen im Kinder- und Jugendtreff (KJT) Hamberg willkommen geheißen und in Empfang genommen. Hier, in dem KJT, fanden die Gäste mit ihren pädagogischen Begleitern während des rund zehntätigen Aufenthalts im sogenannten Seminarbereich eine adäquate und für die Jugendlichen ansprechende Unterkunft. 

“Es gab kaum eine Verschnaufpause”, so Hagen. Nach einem ersten Kennenlerntag hatten die Gäste bereits am zweiten Projektag Gelegenheit mit weiteren Gleichaltrigen unterschiedlicher Herkunft und Glaubens aus ganz Salzgitter an dem alljährlichen Fußballturnier der KJTs teilzunehmen. “Das hat sehr gut funktioniert”, so die Pädagogin weiter. “Ich kann kaum ein Highlight dieses Treffens hervorheben, weil praktisch jeder Tag ein eigenes Highlight war”. Die Programmpunkte, die dieses Jahr unter dem Leitsatz “Grenzen im eigenen Land – die innerdeutsche Mauer” standen, waren dabei aber nicht die einzigen Themen für die Jugendlichen. “Bei einer Jugendbegegnung ist eine gute Mischung aus persönlichem Austausch, Bewegung, Erwerb und Vertiefung von Wissen und jeder Menge Spaß wünschenswert”, erklärt Hagen, “denn mit einer Prise Humor lässt sich die eine oder andere Unsicherheit im Umgang miteinander schnell vergessen.” 

Bei den Besuchen des Grenzmuseums in Duderstadt, dem Checkpoint Charlie, des Bundestages und des Brandenburger Tores konnte ein für ihr Alter erstaunlich großes Interesse der jungen Menschen festgestellt werden. Das Team um Tamara Hagen, Wolfgang Bednorz und weiteren Ehrenamtlichen ging bereits schon bei der Programmplanung auf die Wünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der israelischen Kollegen ein. So lernten sich die deutschen und israelischen Jugendlichen ebenso beim Schwimmen im Thermalsolbad in Salzgitter-Bad kennen, wie auch beim Rodeln im Harz, einer Besichtigung der benachbarten Stadt Goslar mit einer abschließenden heißen Schokolade auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt oder beim Besuch des Phaenos und der Autostadt. Auf persönlichen Wunsch wurde den Gästen die besondere Gelegenheit gegeben, sich eingehend unter fachkundiger Führung von Susanne Prönnecke vom Städtischen Regiebetrieb und Andreas Goldbach vom Entsorgungszentrum Salzgitter über die Ökologie der Müllabfuhr, seinen Einrichtungen und dem technischen Ablauf der Deponie Diebesstieg in Salzgitter zu informieren. Dies wurde mit großem Dank und Interesse angenommen.

Salzgitter im Zeichen des Weihnachtsfestes allenortes mit Lichterketten, Sternchen und Weihnachtlichem geschmückt, fand bei den Israelis besonderen Anklang. Unter Mitwirkung Sandra Klements von der Städtischen Bibliothek Salzgitter-Bad und des Stadtführers Dieter Krüger gelang ein Spagatakt zwischen Lokalralley und einem persönlichen Austausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus beiden Ländern.

An einem weiteren Tag traf man sich in Kooperation mit dem Gymnasium Salzgitter-Bad im Sportunterricht einer 10. Klasse zu einem kurzen Austausch unter den Schülerinnen und Schülern über den Schulalltag in Deutschland und Israel, um sich dann rasch und offen unter der Anleitung von Sportlehrerin Anja Hildebrandt bei Badminton und einem abschließenden Freundschaftsspiel Fußball gemeinsam sportlich zu betätigen. Ihr ehrenamtliches Engagement bewies zudem Gudrun Lei im Leseclub in der Rheinstraße zu den Themen “Weihnachten” und “Salzgitter”. 

Das Resümee war dann am Ende des Internationalen Jugendaustausches auch einstimmig: Beim nächsten Gegenbesuch sieht man sich wieder. Das die Verständigung zwischen Deutsch und Englisch, zwischen Europa und Naher Osten so gut klappte ist nicht zuletzt Amal El Dorr zu verdanken. Die im Libanon geborene Salzgitteranerin stellt mit ihren fließenden Arabischkenntnissen als zusätzliche Übersetzerin ein wichtiges Bindeglied zwischen den beiden homogenen Gruppen dar. Sie selbst war als Kleinkind mit Eltern früh nach Salzgitter gekommen und ist heute als ehrenamtliche Jugendleiterin im Internationalen Jugendaustausch tätig. “Sie ist nicht wegzudenken” so stellt am Ende Tamara Hagen fest. Ebenso der Seminarbereich des KJT Hambergs. Die kostengünstigen Übernachtungsmöglichkeiten für jugendliche Gruppen werden daher auch vermehrt in Anspruch genommen; nicht nur von internationalen Gästen. 

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  • Stadt Salzgitter