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Salzgitter

Regelverschärfung mit Augenmaß wegen Inzidenzanstieg über 50

Ab Donnerstag, 5. August, gelten in Salzgitter wegen der gestiegenen Inzidenz strengere Corona-Auflagen.

Die Stadt hat hierzu am 03.08.2021 eine Allgemeinverfügung erlassen, die Einschränkungen im Wesentlichen bei den privaten Kontakten vorsieht, aber nicht das öffentliche Leben in der Stadtgesellschaft herunterfahren wird.

Ursächlich für den Anstieg der Neuinfektionen der vergangenen Tage ist vor allem das Infektionsgeschehen an einer Lebenstedter Grundschule. Dort infizierte sich bereits Mitte Juli ein Schulkind mit der Delta-Variante. Diese gilt als deutlich ansteckender und führte im Folgenden zu weiteren Ansteckungen bei Kontaktpersonen der Gruppe 1.

Seit Mittwoch, 28. Juli, ist die 7-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet angestiegen und liegt nun seit Sonntag, 1. August, über dem Schwellenwert von 50.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel erläutert: „Die seit 27. Juli geltende Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen gibt uns Kommunen endlich den nötigen Spielraum, auf die Pandemielage vor Ort angemessen reagieren zu können. Ich bin der niedersächsischen Landesregierung sehr dankbar, dass sie die Hinweise und Anregungen des Nds. Städtetages (NST)  in der Änderung der Landes-Coronaverordnung aufgegriffen hat. Präsident Ulrich Madge und ich als Vizepräsident des niedersächsischen Städtetages waren hier im guten und erfolgreichen Austausch mit der Gesundheitsministerin Daniela Behrens. Mir ist dabei vor allem die Verhältnismäßigkeit und die Akzeptanz in der Bevölkerung wichtig. Deshalb greifen wir in Salzgitter auch nur dort ein, wo Infektionsherde auszumachen sind.“

Folgende Maßnahmen der Stufe 3 des niedersächsischen Stufenplanes gelten ab Donnerstag, 5. August, in Salzgitter:

  • Kontaktbeschränkungen: Ein Haushalt darf sich mit zwei Personen eines anderen Haushaltes treffen-  Geimpfte, Genesene sowie Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • Testpflicht für den Bereich der außerschulischen Bildung, Erwachsenen- und Weiterbildung sowie berufliche Bildung für Teilnehmende und Dozenten
  • Begrenzung der Teilnehmendenzahl bei Großveranstaltungen auf 500

Abschließend ergänzt Klingebiel: „Grundrechtseinschränkungen alleine wegen der Inzidenz halte ich heute nicht mehr für sachgerecht. Vielmehr gilt es nun, auch die Auslastung der Krankenhäuser, die Belegung der Intensivbetten und die Impfquote zu bewerten. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass es  hier schnell einen - im besten Fall - bundeseinheitlichen Richtungswechsel gibt.“

Weitere Infos im WWW:

Am Mittwoch, 4. August, wurde beim ZDF ein Beitrag mit Oberbürgermeister Frank Klingebiel zur Corona-Pandemie im Heute-Journal gezeigt.

Dieser kann auf der nachfolgenden Youtube-Seite des ZDFs gesehen werden (Filmquelle: ZDF):

Download:

Weitere Informationen:

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Bildnachweise

  • PantherMedia / Karsten Ehlers