Sprungmenü

obere Global-Navigation



Sprachkurse für Flüchtlinge
Drucken

Sprachkurse für Flüchtlinge

Sprachkurse für Flüchtlinge im Rahmen der Willkommenskultur "Start in SZ" bei der Evangelischen und Katholischen Familienbildungsstätte.

Hintergrund:
Die Stadt Salzgitter hat das Ziel, die Flüchtlinge nach ihrer Ankunft so schnell wie möglich bei ihrer Integration zu unterstützen. Dreh- und Angelpunkt ist die Sprachgewöhnung und eine rasche strukturierte Sprachförderung.

Bestehende aufenthaltsrechtliche Sprachfördersysteme greifen leider erst nach einer Klärung des Aufenthaltsstatus und damit bislang frühestens nach zirka 6 bis 9 Monaten.

Auf Initiative der Stadt Salzgitter bieten die Katholische und die Evangelische Familienbildungsstätte StartKurse an. Hierbei setzen Stadt und Familienbildungsstätten auf eine frühe Vermittlung von Sprachkenntnissen sowie das Kennenlernen des sozialen Umfeldes Salzgitters.

Die Sprachkurse im Rahmen der Willkommenskultur "Start in SZ" schließen diese Lücke und vermitteln frühzeitig einen erweiterten Grundsprachschatz. Eine Streuung des Angebotes im Stadtgebiet ist durch die Evangelische und Katholische Bildungsstätte in Salzgitter-Bad und Lebenstedt sicher gestellt. Zunächst werden jeweils ein Sprachkurs in Lebenstedt und Salzgitter-Bad angeboten. Nach Auswertung der Kurserfahrungen und eventueller Weiterentwicklung werden weitere Kurse gestartet.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Sprachkurse der Familienbildungsstätten ist die Kombination von Sprache und Vermittlung von Kenntnissen zum neuen Lebensumfeld. Hierbei ist weder Deutsch noch die Herkunftssprache die Unterrichtssprache der Teilnehmenden.

Begonnen wird mit einem elementaren Wortschatz und viel Improvisation. Die Anforderungen an die Dozenten gehen damit über das Maß altbekannter Unterrichtsmethoden hinaus. Zur Zeit sind acht Dozenten in den Familienbildungsstätten aktiv.

Finanziert werden die Sprachkurse aus Spenden und dem städtischen Haushalt. Alle drei Kooperationspartner freuen sich über diese finanzielle Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger und bedanken sich für diese Hilfe für den Start der Flüchtlinge in Salzgitter. Weitere Spenden sind in den Familienbildungsstätten willkommen.

Die Kurse laufen 12 Wochen in kleinen Gruppen von 10 bis 15 Personen. Die Teilnehmer werden vom Fachdienst Soziales und Senioren den Kursen zugesteuert. Kriterien sind die Verweildauer in Deutschland und das Interesse an einem kontinuierlichen Spracherwerb. In Lebenstedt nehmen überwiegend Schwarzafrikaner am Kurs teil, in Salzgitter Bad syrische Familien. Die Sprachkurse richten sich an Erwachsene. Sprachgewöhnung und Spracherwerb der Kinder wird über die Regelsysteme in den Kindertagesstätten und den Schulen unterstützt.

An vier Tagen wird in jeweils 3 Unterrichtsstunden die deutsche Sprache vermittelt, in einer vierten Unterrichtsstunde werden die Teilnehmenden zu aktuellen Fragen des Alltags in Deutschland informiert und tauschen sich aus. Am fünften Wochentag findet eine Exkursion zu alltagsrelevanten Institutionen wie Stadtbibliothek, Schulen, Kindertagesstätte, Klinikum und Behörden statt.

Entscheidend ist neben dem reinen Spracherwerb die Motivierung der Flüchtlinge zur Nutzung eigener Potentiale. Die Flüchtlinge sollen nach der Zeit von Flucht und Entbehrung erfahren, wie sie wieder über ihren Alltag und ihre Freizeit selbst bestimmen können. Übrigens: Bei Bedarf wird eine Kinderbetreuung gestellt.

Freitag, 31.07.2015




Logo: Salzgitter