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Asiye Cigci organisierte Spendenaktion
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Zuckerfest im Schuhkarton

Die IG-Metall Salzgitter-Peine hatte in ihrer Delegiertenversammlung eine Spendensammlung durchgeführt und den Erlös dafür eingesetzt, über Kollegen und Kolleginnen die Gegenstände des alltäglichen Bedarfs für Flüchtlinge zu besorgen.
Erste Stadträtin Christa Frenzel war bei der Spendenübergabe mit dabei. Großbildansicht

Dazu gehörten Drogerieartikel sowie Schals und Socken, um auch etwas Warmes für die kommende kalte Jahreszeit geben zu können. Die Mitarbeiter der IG Metall-Verwaltungsstelle packten über 100 Pakete, die jetzt an Flüchtlinge in einem Wohnheim in Salzgitter-Bad überreicht werden konnten.

Die 24jährige Asiye Cigci, Industriekauffrau bei Salzgitter-Flachstahl war gemeinsam mit ihren Freundinnen und Freunden auf die Idee gekommen. "Wir haben ja zur Zeit unsere Feiertage, das Muslimische Opferfest (Kurban Bayrami) und ich habe mich schon die ganze Zeit mit der Geschichte der Flüchtlinge befasst. Ihre Schicksale haben mich sehr berührt", schildert sie den Auslöser für ihre Spendenaktion. "Die Menschen haben so ein schlimmes Leid erfahren und das können wir nicht wieder gutmachen, aber vielleicht ein kleines Lächel auf das Gesicht zaubern."

Die Mitarbeiter der Stadt Salzgitter hätten ihr Ratschläge gegeben, was  die Flüchtlinge überhaupt brauchen. Hygieneartikel, Kosmetika oder für die Kinder Sachen für die Schule. Die Spendensammlung organisierte Cigci über Facebook  und erhielt Gelegenheit bei der Verleihung des Integrationspreises auf der Bühne in der Aula am Fredenberg das Projekt nochmals vorzustellen. Unter den vielen Menschen, die so auf die Aktion aufmerksam geworden seien, so die Organisatorin, waren auch viele aus Goslar, Braunschweig, Bad Harzburg, Wolfsburg, Hannover und vielen anderen Orten aus dem Umkreis Salzgitters.

Matthias Wilhelm, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Salzgitter-Peine ist sich sicher: "Flüchtlinge sind kein Problem, Flüchtlinge sind Menschen die Hilfe brauchen. Da muss man nicht darüber reden, sondern machen und das hat die Kollegin hervorragend getan." Die Geschenke hätten den Menschen Freude gebracht, auch wenn sie vielleicht nur ein kleiner symbolischer Akt waren, "aber wir hoffen ihnen damit neuen Mut gemacht zu haben, hier in Salzgitter anzukommen und den Schutz zu finden den sie brauchen."

Freitag, 09.10.2015


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