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Der Weg ins Ungewisse
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Der Weg ins Ungewisse

Im Städtischen Museum Schloss Salder wurde am Sonntag, 4. Dezember, um 11 Uhr die kleine Sonderausstellung "Der Weg ins Ungewisse - Vertreibung aus und nach Schlesien 1945 - 1947" eröffnet.
Städtisches Museum Schloss Salder Großbildansicht

Konzipiert wurde sie vom Museum Haus Schlesien in Königswinter in Kooperation mit dem Muzeum Archeologiczno-Historyczne in Glogau und dem Museum Neisse.  Die Ausstellung kann bis zum 29. Januar besucht werden.

Die Ausstellung wird ergänzt um Exponate aus Schloss Salder aus der ehemaligen Heimatstube Kattowitz. Die Stadt Salzgitter hatte vor 65 Jahren die Patenschaft für die ehemals deutsche Bevölkerung von Kattowitz übernommen.

In der Ausstellung wird nicht nur das Schicksal der Deutschen dargestellt, die nach dem Zweiten Weltkrieg Schlesien verlassen mussten, sie stellt auch die Frage, welche Menschen nach Schlesien gekommen sind und welches Leid ihnen widerfahren ist. Dabei wird insbesondere das Los der Polen betrachtet, die selbst gezwungen waren ihre Heimat im östlichen Landesteil zu verlassen, weil Stalin sie für die Sowjetunion beanspruchte.

Mit diesem Ansatz, von den vertriebenen Deutschen und den ankommenden Polen zu erzählen, wird gezeigt, dass es mehrere Blickwinkel gibt, aus denen die Geschehnisse nach Kriegsende zu betrachten sind. Die Betroffenen hatten auf keiner Seite einen Einfluss auf die politischen Entscheidungen und deren Folgen. Gemeinsam aber war: Sie wussten nicht, was sie erwartet und sie ließen ihre angestammte Heimat zurück.

Zur Eröffnung sprechen Erster Bürgermeister Stefan Klein, die beiden Ehrenbürger Rudolf Rückert und Hermann Struck sowie der Obmann für die Patenschaft Salzgitter-Kattowitz, Gunter Kostorz. Den einführenden Vortrag hält die Kuratorin im Haus Schlesien, Silke Findeisen. 

Im Rahmen der Ausstellung finden im Januar auch Vortragsveranstaltungen statt. So referieren am Mittwoch, 18. Januar, um 19 Uhr Dr. Claudia Böhler aus dem Stadtarchiv Salzgitter zum Thema Neubeginn in Salzgitter und am Mittwoch, 25. Januar (19.00 Uhr), die Kuratorin des Heimatmuseums in Kattowitz, Dr. Joana  Kaluska, unter dem Titel "Made in Kattowitz" über Wirtschaftsstruktur und Produkte aus der heutigen Stadt.

Noch nicht terminiert ist ein weiterer Vortrag von Helmut Sauer, Bundesvorsitzender der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung in der CDU, ehemaliger Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen und Landesvorsitzender der Landsmannschaft der Schlesier in Niedersachsen.

Montag, 21.11.2016


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