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Schacht Konrad
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Hauptbetriebsplan für "Konrad"

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat am 17. Januar 2008 mitgeteilt, dass der beantragte "Hauptbetriebsplan für die Errichtung des Endlagers Konrad" jetzt vom zuständigen Landesamt zugelassen worden ist.
Schacht Konrad bei Salzgitter-Bleckenstedt; Foto: BfS Großbildansicht

Am 16. Oktober 2007 wurde dieser vom BfS beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen beantragt.

Unabhängig hiervon hat die die Stadt Salzgitter durch ihren Rechtsanwalt im Frühjahr 2007 Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht im Hinblick auf die Zulassung des Endlagers Schacht Konrad eingelegt. Eine Entscheidung hierzu steht noch aus.

Der jetzt genehmigte Hauptbetriebsplan ermögliche, so das BfS, die notwendigen bergmännischen und baulichen Arbeiten bei der Umrüstung Schacht Konrads zu einem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle durchzuführen. Der Plan stelle die bergrechtliche Ergänzung des atomrechtlichen Planfeststellungsbeschlusses aus dem Jahr 2002 dar. Er schaffe die bergrechtlichen Grundlagen für den anstehenden Ausbau Konrads zu einem Endlager und gewährleiste somit, dass bis zur eventuellen Inbetriebnahme des Endlagers Konrad auch die Arbeiten erfolgen könnten, die nicht bereits Inhalt der atomrechtlichen Genehmigung (Planfeststellungsbeschluss) sind.

In einer insgesamt etwa zweijährigen Vorbereitungsphase werden derzeit vom BfS die erforderliche Infrastruktur sowie die Voraussetzungen für die Vergabe der Bauleistungen geschaffen. Die geplante Umrüstung der Schachtanlage Konrad zu einem Endlager würde dann etwa vier Jahre in Anspruch nehmen. Als nächste Schritte stünden auf dem Gelände die Sanierung der Schachtförderanlage Konrad 1 und, damit zusammenhängend, der Abriss und Neubau einiger Gebäude an, teilt das Bundesamt mit.

Die Schachtanlage Konrad ist ein ehemaliges Eisenerzbergwerk, im südöstlichen Teil Niedersachsens bei Salzgitter-Bleckenstedt gelegen. Nach Abteufen der beiden Schächte in den Jahren 1957 bis 1962 wurde die vor etwa 150 Millionen Jahren gebildete Eisenerzlagerstätte bis zum Jahre 1976 in einer Tiefe zwischen 900 m und 1200 m abgebaut. Gefördert wurden rund 6,7 Millionen Tonnen Eisenerz. Die Grube erwies sich als außergewöhnlich trocken, da mehrere 100 m mächtige Ton- und Mergelsteine eine natürliche Barriere oberhalb der Erzlagerstätte bilden.

Donnerstag, 17.01.2008




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