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Gedenkstele
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Übergabe der Gedenkstele

Auf dem Gelände des Städtischen Bauhofes Süd wurde am 22. Juni die Gedenkstele zur Erinnerung an das Bergwerksunglück in der Hannoverschen Treue eingeweiht.
Einweihung der Gedenkstele. Großbildansicht

Auf der Veranstaltung sprachen der Personalvorstand der Salzgitter AG, Peter-Jürgen Schneider, Bürgermeister Clemens Löcke und Helmut Lingstädt, der den künstlerischen Entwurf geliefert hatte. Bei dem Unglück waren am 19. Juli 1960 33 Bergleute ums Leben gekommen.

Angeregt worden war die Gedenkstele am Ort des Geschehens von Elfriede Nüsse, Witwe von Hans-Joachim Nüsse, einen der vor 50 Jahren ausgezeichneten Retter. Unter Federführung des Fachdienstes Kultur der Stadt war dieser Vorschlag realisiert worden. Gegossen wurden die Gedenkplatten in der Eisengießerei Gustav Buchholz in Vienenburg. Die Herstellung des Gerüstes und das Anbringen der Platten erfolgte in der Lehrwerkstatt der Salzgitter AG.

In Anwesenheit des letzten Überlebenden des Unglücks, Dieter Dragon, sah Löcke mit der Übergabe der Stele einen traurigen und doch freudigen Anlass zugleich, weil nach nunmehr über einem halben Jahrhundert dauerhaft an das Schicksal der Bergleute erinnert werde. Mit der Einstellung des Erzbergbaus in Salzgitter und dem Nachwachsen neuer Generationen sei das Bewusstsein für die Gefahren Untertage in Vergessenheit geraten. Die Stele mahne somit auch vor dem Umgang mit Natur und Berg.

Nach einer Gedenkminute erinnerte Schneider an die zentrale Bedeutung des Bergbaus in der Wirtschaftsgeschichte der Region. Ohne das Eisenerz, von dem noch Millionen von Tonnen unter Tage lägen, wäre es nie  zur Gründung der Stadt gekommen. Salzgitter sei ein Beispiel dafür, welch bedeutende Rolle der Bergbau in der Entwicklung von Völkern und Nationen immer gespielt habe. Jüngste Unglücksfälle weltweit machten deutlich wie gefährlich die Arbeit unter Tage bis heute sei.

"Das Unglück auf der Hannoverschen Treue hatte unsere Familie mit großer Betroffenheit aus der Ferne verfolgt," erinnerte sich Lingstädt, "denn mein Schwiegervater war Bergmann auf Altenhagen und Haverlahwiese." So gesehen sei er ein wenig stolz, dass er mit der Gestaltung der Stele zur Erinnerung an den Bergbau und die in ihm tätigen Menschen habe beitragen können. 

Mittwoch, 22.06.2011


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