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Integrationskurs
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100. Integrationskurs

Bei der Volkshochschule (VHS) der Stadt Salzgitter findet derzeit der 100. Integrationskurs statt. 2005 war der erste Kurs dieser Art an der VHS gestartet.
: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 100. Integrationskurses der VHS und ihre Kursleiterin Claudia Zach (Mitte sitzend) bekamen Besuch von Erster Stadträtin Christa Frenzel (hinten, 2. von rechts) und der Fachdienstleiterin Bildung Elke Ferfers (hinten links). Mit dabei: Programmbereichsleiter Jürgen Grundmann (hinten, 2. von links) und Dolmetscher Ramy Elchamas (rechts). Großbildansicht

Die Erste Stadträtin Christa Frenzel und die Fachdienstleiterin Bildung, Elke Ferfers, nahmen die runde Zahl zum Anlass, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "Jubiläumskurses" und ihre Kursleiterin Claudia Zach nach ihrem Unterricht zu besuchen. Dolmetscher Ramy Elchamas übersetzte, wenn das Finden von deutschen Wörtern noch schwierig war. Auf die Frage der Ersten Stadträtin, wie es den 12 Schülerinnen und Schülern in Salzgitter gefalle, war die einhellige Antwort, dass sie hier nette Leute kennen gelernt hätten. Von Seiten der Teilnehmenden wurde betont, dass für sie dieser Kurs eine Chance sei, in Deutschland eine Arbeit zu finden und nicht vom Jobcenter abhängig zu sein.  

Dieser 100. Integrationskurs ist ein Alphabetisierungskurs, berichtete Jürgen Grundmann, der den Programmbereich "Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund" an der VHS leitet. Es ist der 19. Kurs in diesem Bereich. An ihm nehmen Menschen teil, die nicht oder kaum lesen und schreiben können beziehungsweise das lateinische Alphabet nicht kennen, was bei einem Teil der Menschen aus dem arabischen Raum der Fall sei. Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des derzeitigen Kurses stammen neun Personen aus Syrien, zwei aus der Türkei und eine aus Somalia. Ihre Vorbildung ist ganz unterschiedlich: Sechs von ihnen haben nie eine Schule besucht, bei den anderen reicht die Spanne von zwei bis zwölf Jahren, in denen sie eine Schule besuchen konnten. "Bei denen mit zwölf Jahren Schulbildung gehen wir davon aus, dass einige später in einen normalen Integrationskurs wechseln können", berichtete der Programmbereichsleiter.

Flüchtlinge, die einen Aufenthaltstitel erhalten haben, werden verpflichtet einen Integrationskurs zu besuchen. Aber auch EU-Bürger und Menschen mit anderen ausländischen Wurzeln, die in Salzgitter leben, nehmen an Integrationskursen teil.

Der Alphabetisierungskurs geht noch bis September 2016. "Ich habe die Erfahrung gemacht", so Grundmann, "dass die meisten danach das Angebot von 300 zusätzlichen Unterrichtsstunden eines Wiederholungskurses gerne in Anspruch nehmen, um ihre Kenntnisse weiter zu verbessern."

Das Problem sei derzeit, das die Nachfrage nach den Integrationskursen sehr hoch sei und damit auch die Wartezeiten für jeden Einzelnen. Allein auf die Aufnahme in einen Alphabetisierungskurs würden derzeit 47 Personen warten. Immerhin würden zurzeit zirka 160 Personen an 11 Integrationskursen bei der VHS teilnehmen. Das Problem sei, das vor allem vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugelassene Lehrkräfte fehlen.

Genau für die Menschen, die derzeit noch auf die Teilnahme an einem Integrationskurs warten, erläuterte Christa Frenzel, habe die Stadt Salzgitter den StartSZ-Kurs ins Leben gerufen. In Kooperation mit der Evangelischen und Katholischen Familienbildungsstätte sowie der AWO im Stadtteilzentrum Fredenberg (AWiStA) biete die Stadt für Flüchtlinge, die noch keinen Sprachkursanspruch haben, die Teilnahme an diesen Kursen an. Hierbei handele es sich um ein Angebot im Umfang von 200 Stunden, verknüpft mit Exkursionen und der Vermittlung von Alltagswissen.

Freitag, 13.11.2015




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