Sprungmenü

obere Global-Navigation



Salzgitter im Mittelalter
auf dem Stadtplan anzeigen Drucken

Salzgitter im Mittelalter

Burgen und Ritter, Bauern, Handwerker und Salzsieder.

Im südlichen Flügel im Erdgeschoss von Schloss Salder ist die Abteilung "Salzgitter im Mittelalter" zu sehen. Sie schließt thematisch und chronologisch an die ur-und frühgeschichtliche Zeit an und beginnt im 8. Jahrhundert mit Karl dem Großen und endet im 16. Jahrhundert.
Schluessel von der Burg Lichtenberg, 12./13. Jh. Großbildansicht

Die Ausstellung thematisiert die Herrschaftsgeschichte im Raum nördlich des Harzes, wo Sachsen und Franken aufeinander trafen, und die Ausbreitung ihrer Macht anstrebten. Die Franken unter Karl dem Großen konnten Sachsen in das fränkische Reich eingliedern. Aus dem ostfränkischen Reich entwickelte sich seit dem 10. Jahrhundert das Deutsche Reich. Mächtige Adelsgeschlechter kämpften in der Region um die Vorherrschaft.

Von Herrenhöfen und Burgen wie Steterburg, Lichtenberg und Gebhardshagen wurden das Gebiet und die Dörfer beherrscht. Eine lebensnahe Installation thematisiert das Leben der Ritter auf der Burg Lichtenberg. Sie wurde 1180 in den Schriftquellen erwähnt hatte lange reichsgeschichtliche Bedeutung bis sie 1552 zerstört und fortan als Steinbruch geplündert wurde. Viele originale Objekte von der mächtigen Feste sind in der Ausstellung präsentiert.

In der Ausstellung geht es auch um die mittelalterlichen Dörfer im Salzgittergebiet, die Landwirtschaft, das ländliche Handwerk und wie die Menschen, auch die Kinder, gelebt und gearbeitet haben. Anhand der Ausgrabungsbefunde sowie einer Rekonstruktion des mittelalterlichen Töpferofens aus Gebhardshagen wird besonders auf das Töpferhandwerk eingegangen.

Unverzichtbarer Bestandteil des Lebens im Mittelalter war der Glaube, das Christentum. Die Christianisierung des Salzgittergebietes seit dem 8. Jahrhundert findet ihren Niederschlag in vielen Kirchen sowie frühen Klöstern oder Stiften wie Ringelheim und Steterburg. Der Nachbau eines Scriptoriums gibt einen anschaulichen Einblick in das Leben und Schaffen der Mönche im 12. Jahrhundert. Highlight der Ausstellung ist die Präsentation des spätgotischen Kniestedter Altars.

Ihren Namen verdankt die Stadt Salzgitter der Salzgewinnung, dem weißen Gold des Mittelalters. Um die Saline herum entwickelte sich eine Siedlung, die möglicherweise schon früh Stadtrechte besaß. Der Nachbau einer Salz-Kate veranschaulicht die Bedeutung des Salzes für die Entwicklung Salzgitters seit dem Mittelalter.

In der Eingangshalle im Schloss zeigt ein großes Modell der Salzstadt (heute Salzgitter-Bad), wie sich Salzgitter bis ins 19. Jahrhundert hinein entwickelt hat.

Donnerstag, 10.01.2019


Logo: Salzgitter