Inhalt anspringen

Salzgitter

Hans Manhart - Ausstellung

Im Tilly-Haus in Salzgitter-Bad sind Acrylmalereien, Collagen und einige Farbfotografien des Künstlers Hans Manhart zu sehen. Ausstellungseröffnung: 13. Februar, um 19 Uhr.

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

26.02.2024

Hans Manhart zu seiner künstlerischen Arbeit

"Ausgangspunkt meiner derzeitigen künstlerischen Arbeit ist die Bilderwelt der Werbung, welche uns in Form großformatiger Außenwerbung an öffentlichen Plätzen und an Straßen begegnet, aber auch als kulturelles Plakat, zum Beispiel als Museums- und Ausstellungsplakat", beschreibt der Künstler Hans Manhart sein aktuelles künstlerisches Schaffen. Er nutze diesen Bilderkosmos als direkten Impuls und Ausgangsmaterial für seine künstlerische Arbeit.

Objekte seiner gestalterischen Arbeit sind herabgefallene, mitunter regendurchweichte Plakatteile von den achtteiligen Außentafeln der "Deutschen Städtereklame" oder Plakatabrisse von Litfaßsäulen.

Beide Werbeträger, so Manhart, kämen im Zeitalter der Digitalisierung immer seltener vor, und man könne sagen, dass die plakatierte Außenwerbung insgesamt weniger werde und schleichend verschwinde.

"Um den Werbecharakter inhaltlich zu brechen, setze ich das Gestaltungsmittel der Collage und der Übermalung ein.
Teilweise werden Bild- oder Textfragmente gedreht, geschichtet, miteinander kombiniert, wobei Spontanität und Zufall bildbestimmend sind", erläutert der Künstler.

Die decollagierten Bild- und Schriftteile würden dann auf Leinwände appliziert. Es gelte das gleiche Prinzip wie bei der öffentlichen Plakatierung, die Teile werden aufgekleistert, teilüberklebt, geschichtet, wieder angerissen, freigelegt. Mit Mitteln der Malerei reagiere er auf die Bildsymboliken der Werbung.

Beeinflusst von Decollagen der 60er und 70er Jahre des italienischen Künstlers Mimmo Rotella, entstehe durch Überlagerungen, und Ausspielen von Form- und Farbkontrasten, durch Anschnitte, Weglassungen und Doppelungen Neukombinationen, die die Betrachtenden veranlassen sollen, genauer hinzuschauen.

Gleichzeitig werde der oft flüchtige Oberflächenreiz von Werbung gebrochen und weiche einer subtilen Infragestellung von ursprünglicher Sinnhaftigkeit und Bedeutung durch Ausschnittsbetonung und Verfremdung. Anschließend würden die Leinwände mit einer dünnen Leimschicht imprägniert.

"So abstrakt die Bilder auch sind, sie lassen fast immer Assoziationen zu und schaffen darüber hinaus eine Verbindung von Wirklichkeit und Fiktion", hat Manhart fasst Manhart die Reaktionen der Betrachtenden auf seine Werke zusammen. Genauer besehen würden sie erzählen vom Finden, vom Vergangenen, Fragmentarischen, Relikthaften sowie vom Fügen, dem Verbinden, Arrangieren, Ausdeuten und Bewerten.
"Sie kondensieren Zeit, Wechsel und Wandel, betonen oftmals das rein Zufällige und Intuitive. Das aber hält sie offen und bereit für Assoziationen anderer", erklärt der Künstler.


Biografie

    • 1952 Geboren in Goslar
    • 1972-77 Studium der Kunstpädagogik und Freien Malerei
      an der HBK Braunschweig
    • 1977-79 Anschlussstudium Freie Malerei HBK Braunschweig
    • 1981-86 Lehrauftrag für Malerei, FB Kulturpädagogik,
      Wissenschaftliche Hochschule Hildesheim
    • Mitglied in der Künstlergruppe "arche Hameln" und im BBK Braunschweig
    • seit 2014 Leiter der Rathaus-Galerie Bad Harzburg

    Einzelausstellungen

    Galerie Burgdorf, Marlies Kramski
    Torhaus-Galerie, Braunschweig
    Kunstverein Brunsbüttel
    Kunstverein Vechta
    Galerie 333, Helmstedt
    Galerie Süd, Magdeburg
    Kreishaus Goslar
    Kubus Hannover (in Zusammenarbeit mit der Galerie Burgdorf)
    Sammlung Marlis Kramski, Burgdorf
    Kunstkreis Kloster Brunshausen
    Kloster Drübeck

    Werke in öffentlichem Besitz

    Stadt Braunschweig, Bezirksregierung Braunschweig, Bezirksregierung Hannover,
    Land Niedersachsen, Landeszentralbank Hannover, Bundesakademie Wolfenbüttel,
    Landkreis Goslar, Stadt und Landkreis Helmstedt, Stadt und Landkreis Vechta,
    Harzenergie Goslar.

    Hans Manhart lebt und arbeitet in Bad Harzburg.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Hans Manhart