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Salzgitter

Freunde – Helfer – Straßenkämpfer - Ausstellung

Neue Sonderausstellung: „Freunde – Helfer – Straßenkämpfer. Die Polizei in der Weimarer Republik“.

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

Die Sonderausstellung beleuchtet die nach der Novemberrevolution 1918 entstandene erste deutsche Demokratie, die „Weimarer Republik, anhand der Polizei. Der pointierte Titel zeigt die Widersprüche auf, der sie sich als staatliches Machtinstrument 1918 bis 1933 gegenüber sah: Einerseits sollte die Polizei – anders als im Kaiserreich, als sie repressiv die Interessen der Obrigkeit vertrat – nun im Sinne der Bürgerinnen und Bürgern und als deren Freundin und Helferin agieren. Andererseits war sie in ihrer Rolle als Beschützerin des Staates zunehmend gefordert, diesen gegen gewalttätige Angriffe von links und rechts zu verteidigen. Hinzu kamen schwächende interne Machtkämpfe. So instrumentalisierten die Nationalsozialisten 1933 auch die Polizei, praktisch ohne Widerstand, für ihre Zwecke.

Die Ausstellung im Erdgeschoss des ehemaligen Kuhstalls reflektiert das Scheitern der ersten deutschen Demokratie und sensibilisiert damit für die nachfolgende Entwicklung bis in die Gegenwart, um so das hohe Gut der freiheitlichen Demokratie zu dokumentieren, die es von der Polizei zu schützen und zu verteidigen gilt.

Anhand von neun Themen, 25 Exponaten und Begleittexten wird die Geschichte der Polizei in der Weimarer Republik mit Schwerpunkt auf den Regionen des heutigen Niedersachsens anschaulich und vielfältig dokumentiert.

Ein eigener Abschnitt mit einer Auswahl interessanter Exponate beleuchtet die Verhältnisse im heutigen Stadtgebiet von Salzgitter, das damals teils zum Freistaat Braunschweig, teils zum Freistaat Preußen gehörte.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Foto: Polizeimuseum Niedersachsen (Polizeiakademie Nienburg)