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Salzgitter

Walter Reinhardt - Ausstellung

Walter Reinhardt Retrospektive. Walter Reinhardt (1932 - 2011) aus Salzgitter-Lebenstedt. Künstler der 1000 Pötze. Ausstellungseröffnung 13. Dezember, um 19.00 Uhr.

Veranstaltungsinformationen

Datum & Uhrzeit

29.01.2023(seit 13.12.2022, letzter Tag)

Ausstellungseröffnung 13. Dezember 2022, um 19.00 Uhr.
Zum Werk von Walter Reinhardt spricht Peter Jürgen Schneider.

Öffnungszeiten
Donnerstag 14.00 – 18.00 Uhr
Sonntag 13.00 – 17.00 Uhr

Führungen
Führungen sind nach Absprache möglich.

Kontakt
Birgit Jahn-Reinhardt
Telefon: 0511 / 952 31 87
E-Mail:  bjr-gourmett-onlinede

Ausstellungsort
Städtische Kunstsammlungen Schloss Salder
Kleine  Galerie im Tillyhaus
Marienplatz 12
38259 Salzgitter-Bad

Am 19. Oktober 2022 wäre Walter Reinhardt 90 Jahre alt geworden. Das schier unermessliche Schaffen dieses ungewöhnlichen Künstlers hat erst nach seinem Tod 2011 eine Aufarbeitung und Einordnung erfahren. Sie gewährt Einblick in Reinhardts Gedankenwelt und seinen künstlerischen Antrieb: Surrealistische Visionen, eigenwillige Outsider-Kunst, fernöstliche Religionen, dunkle Lyrik – alles mixt Reinhardt zu einer eigenwilligen Formensprache, die von Spaß am Fabulieren, aber auch von Zweifeln und Exzessen erzählt.

Im "Niedersächsischen Hof" in Salzgitter-Bad absolvierte Reinhardt seine Ausbildung zum Kellner, die für ihn die Grundlage für eine wechselvolle Karriere werden sollte. Sie führte ihn in Sternehotels, auf Schiffspassagen, in die Frankfurter und Münchner Kultur- und Gastroszene, schließlich zur eigenen Jazzkneipe in Salzgitter-Lebenstedt und gipfelte im eigenen Restaurant am gleichen Ort: der "Reinhardtshöhe", die zeitweilig zu den 300 besten Restaurants in der Bundesrepublik zählte. 

Reinhardt gestaltete die Gasträume, illustrierte Kochbücher und entwarf Speisekarten. Seine Bilder wurden in regionalen Ausstellungen präsentiert. Aus den 1970er-Jahren, der Zeit der Jazzkneipe, die auch als Galerie genutzt wurde, stammen die frühesten in der Ausstellung gezeigten Arbeiten. Hier fließen Eindrücke von seinen zahlreichen Reisen, etwa östliche Zeichen- und Maltechniken und Mandalas sowie mystische Vorstellungen ein. Vieles wirkt ornamental. Interpretationen kunsthistorischer Werke, aber auch umgestaltete magische Zeichensymbole sind zu erkennen. 

In den frühen 1980er-Jahren tauchen die Vorläufer der „Pötze“ in Reinhardts Werk auf: Es sind kleine, pointierte Figuren mit charakteristischen Physiognomien. Sie tragen tierische und menschliche Züge und sind vielfach mit kleinen, meist witzigen Beschreibungen versehen. Oft nur postkartengroß, mit wenigen Strichen gezeichnet und coloriert, werden diese Figuren für Reinhardt zum Ausdrucksträger seiner eigenen Wünsche, Zweifel, Kritik, Hoffnungen und Träume – zu seinem Markenzeichen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Eigentum von Birgit Jahn-Reinhardt
  • Eigentum von : Birgit Jahn-Reinhardt