Startschuss für das EU-Projekt „Kreatives digitales Storytelling für die Sichtbarkeit von KMU“. Die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Braunschweig, Dr. Ulrike Witt, übergab im Medienzentrum der Ostfalia den Förderbescheid über 122.708 Euro an die Projektträger. Das Projekt wird mit EU-Mitteln über die Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen gefördert.
Mit dem zweijährigen Projekt für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und deren Beschäftigte in der Stadt Salzgitter und im Landkreis Peine soll die regionale Innovationsfähigkeit gestärkt werden. Darüber hinaus sollen kleinere und mittelständische Unternehmen durch digitales Storytelling wettbewerbsfähiger werden.
„Das Projekt bündelt vorbildlich die Kompetenzen der regionalen Wirtschaftsförderungen mit der Expertise der Ostfalia Hochschule. Durch den Fokus auf praxisorientiere Forschung wird eine direkte Win-Win-Situation für Wissenschaft und Mittelstand geschaffen. Wir ermöglichen mit den EU-Mitteln einen modellhaften Wissenstransfer im Bereich Kommunikationsmanagement“, so die Landesbeauftragte Dr. Ulrike Witt.
„Unser Ziel ist es, KMU und regional verwurzelte Betriebe zu befähigen, ihre eigenen Geschichten professionell und kanalgerecht zu erzählen. Wir wollen Wissen nicht nur vermitteln, sondern durch Begleitforschung ein dauerhaftes, perfekt auf die Region zugeschnittenes Weiterbildungsangebot schaffen“, erläutern Projektleiterinnen Melitta Arz und Meike Henkel vom Projektträger wito.
Das Projekt zeichnet sich durch bundesweit einzigartige Rahmenbedingungen aus. Die Ostfalia Hochschule bietet mit dem Studiengang „Digitales Storytelling“ und einer hochmodernen Laborinfrastruktur für Audio- und Videoproduktion eine technische Ausstattung, die im bundesweiten Vergleich ihresgleichen sucht.
Harald Rau, Forschungsprofessor für Kommunikationsmanagement an der Ostfalia und dort verantwortlich für das Projekt betont neben der außergewöhnlichen Wirkung bezogen auf den regionalen Wissenstransfer die Bedeutung der geplanten Begleitforschung: „Wir blicken hier direkt in den ‚Maschinenraum‘ der Unternehmen, ermitteln echten Bedarf und entwickeln so ein schlüssiges Konzept, das nach der Pilotphase auf die gesamte Region Südostniedersachsen und im Grunde auch darüber hinaus skaliert werden kann.“
Nach dem Projektstart im Frühjahr 2026 und initialen Akquiseveranstaltungen in den Gebietskörperschaften gliedert sich das Vorhaben in zwei Phasen:
Jahr 1 (Pilotphase): Durchführung modularer Workshops zu Plattformlogik (Instagram, TikTok, LinkedIn), Storytelling und mobiler Videoproduktion. Parallel dazu startet die Begleitforschung zur Ermittlung konkreter Themenfelder.
Jahr 2 (Evaluierung & Transfer): Die Erkenntnisse aus dem ersten Jahr werden in weiteren Workshop-Durchgängen mit der Praxis abgeglichen. Ziel ist die finale Ausgestaltung eines tragfähigen Weiterbildungsangebots.
„Das von der EU geförderte Projekt unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre digitale Kommunikation weiterzuentwickeln. Einen nachhaltigen Mehrwert bietet dabei die Zusammenarbeit mit Projektmitarbeitenden der Ostfalia, die gemeinsam mit den Unternehmen Strategien erarbeiten und Maßnahmen umsetzen“, betont die Projektleiterin bei der WIS, Andrea Weidlich.
Am Ende der zweijährigen Laufzeit steht eine wissenschaftlich fundierte und praxisgeprüfte Qualifizierungslösung, die den Wissenstransfer von der Ostfalia Hochschule in die regionale Wirtschaft nachhaltig sichert.
Interessierte Betriebe aus der Stadt Salzgitter und dem Landkreis Peine können sich im Vorfeld des Starts bei der WIS oder wito über Teilnahmemöglichkeiten informieren:
Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH (WIS GmbH), Andrea Weidlich, 05341 / 900 99 60, andrea.weidlichwis-salzgitterde
Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft Landkreis Peine mbH (wito GmbH): Melitta Arz, 05172/9492-621, m.arzwito-gmbhde, Meike Henkel, 05172/9492-623, m.henkelwito-gmbhde