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Salzgitter

Neuer Museumsleiter für Schloss Salder

Seit dem 1. November 2020 leitet Arne Homann das Städtische Museum Schloss Salder. Der 41jährige freut sich über seine neue Stelle an diesem historisch wie kulturell so vielfältigen und spannenden Ort.

Der gebürtige Bremerhavener studierte in Hamburg Vor- und Frühgeschichte (Archäologie) und Geschichte (Schwerpunkte Mittelalter und Neuzeit). Sein musealer Weg führte ihn über ein Volontariat beim Celler Bomann-Museum und selbständige Arbeit als Historiker und Archäologe zu den Museen des Landkreises Gifhorn. Dort leitete er das Schulmuseum Steinhorst, organisierte kulturelle Veranstaltungen wie den „Steinhorster Lesesommer“. Weiterhin war für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aller vier Museen des Landkreises Gifhorn zuständig. 

Daneben interessiert er sich unter anderem seit langem für altes Handwerk, hat viele historische Techniken selbst nachvollzogen und findet gelebte Geschichte und Nachstellung geschichtlicher Ereignisse, auch dank eigener Erfahrungen, höchst spannend. Regional relevante wissenschaftliche Studien hat er zur Schlacht bei Lutter am Barenberge 1626 (Schlachtfeldarchäologie) und zu den Schlackenkugeln des Herzog Julius aus dem 16. Jahrhundert (Bergbau- und Wirtschaftsgeschichte) vorgelegt. 

Trotz seines eher norddeutschen Backgrounds kann Homann enge familiäre Verbindungen in die Harz-Region vorweisen: Seine Familie stammt väterlicherseits aus Bad Harzburg. Dort und im Harz und seinem Umland ist er bis heute regelmäßig gern zu Gast. Vor allem die Natur des Oberharzes und die mittelalterliche Geschichte des Großraums haben es ihm seit frühester Kindheit angetan. Salzgitter und seine vielfältigen kulturellen Angebote sind ihm daher durchaus vertraut. Momentan lebt er mit seiner Familie in Hannover.

Seit seinem Dienstbeginn waren Homann und das Museumsteam mit vollem Einsatz dabei hinter den Kulissen die Zukunft nach Ende der Pandemie zu planen und vorzubereiten. Unter anderem wurden die Depots neu geordnet und modernisiert und Abschnitte der Dauerausstellung überarbeitet. Auch komplett neue, spannende Ausstellungsstücke sind hinzugekommen. So ziert die Abteilung zur Technisierung der Landwirtschaft künftig eine voll funktionsfähige Eiersortiermaschine und die Restaurierung des 2017 erworbenen, legendären Autowerke-Salzgitter-Wagens ist beinahe abgeschlossen (nur die Sitze fehlen noch).

Auch die Sonderausstellungen der kommenden Jahre sind nach kurzer Zeit schon geplant. Noch in diesem Sommer soll, entsprechende Lockerungen der Corona-Beschränkungen vorausgesetzt, in Kooperation mit der Polizeiakademie Niedersachsen „Freunde – Helfer – Straßenkämpfer!“ über ein demokratiegeschichtlich höchst relevantes Thema informieren: Die Entwicklung der deutschen Polizei in der Weimarer Republik 1918 bis 1933 – im Wandel zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus. 

2022 heißt es dann „Gib Stoff!“ Die vor allem für Kinder und Familien konzipierte Schau geht der Frage nach, was wir da eigentlich so alles auf dem Leib tragen und wie Fäden und Fasern produziert wurden und werden. Besonders informativ für alle wird es dann 2023 mit einer kleinen „Kulturgeschichte des stillen Örtchens“. Die beim Publikum höchst erfolgreiche Schau wurde vom Museum Schloss Rochlitz / Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH konzipiert und tourte bereits durch zahlreiche deutsche Museen. Auch für die Folgejahre ist schon vieles in Planung, worüber in den nächsten Wochen informiert wird.

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  • Stadt Salzgitter
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