Wie jedes Jahr im Herbst beginnen die Bäume wieder damit ihre Blätter abzuwerfen. Das dabei anfallende Laub wird häufig in großen Haufen zusammengekehrt und, wie auch Gehölzschnitt, bis zum Abtransport an wenigen Stellen gesammelt. Solche Laubhaufen sind auch im Stadtgebiet von Salzgitter wieder vielerorts zu beobachten.
Aus Sicht des Naturschutzes sollten Laub und andere Grünabfälle jedoch nicht vollständig beseitigt werden. Ein Teil davon sollte möglichst unter Büschen, Hecken und Baumbeständen als Anhäufung verteilt werden, um Kleintieren, insbesondere auch Igeln, Unterschlupfmöglichkeiten und erforderliche Winterquartiere zu bieten.
Die Naturschutzbehörde der Stadt Salzgitter bittet daher alle, die Laub zusammenkehren, einen aktiven Beitrag zum Artenschutz zu leisten. In Bereichen, in denen es gefahrlos möglich ist, sollte gesammeltes Laub erst im späten Frühjahr abtransportiert werden. Damit bieten sich ungestörte Unterschlupfmöglichkeiten für Überwinterer wie Igel und anderen Tieren, die sich dort bereits einquartiert haben.
Beim Programmieren von Mährobotern an Igel denken
Zum Schutz der Igel sollte auch beim Einsatz von Mährobotern Rücksicht auf die nachtaktiven Tiere genommen werden. Da Igel bei Gefahr nicht flüchten, sondern sich im Vertrauen auf ihre Stacheln zusammenrollen, geht eine Begegnung mit einem Mähroboter oftmals tödlich aus. Daher wird empfohlen Mähroboter so zu programmieren, dass sie nur tagsüber frühestens 30 Minuten nach Sonnenaufgang bis 30 Minuten vor Sonnenuntergang laufen.
Naturnahe Gestaltung von Gärten
Wer Igeln helfen will, sollte Gärten und Anlagen darüber hinaus möglichst das ganze Jahr naturnah gestalten und pflegen. Hinweise und Tipps zum Umgang und auch zur Überwinterung von Igeln erhalten Sie bei der unteren Naturschutzbehörde der Stadt unter den Telefonnummern 05341/839-3421 oder -3695 oder auf der Internetseite www.pro-igel.de (Öffnet in einem neuen Tab) .
Übrigens: Alle Igel mit einem Körpergewicht von mindestens 500 Gramm sind fit genug, den Winter selbstständig zu überstehen. Außer einem geeigneten Unterschlupf benötigen sie keine weitere Hilfe.