In Salzgitter startete das Programm 2024 mit fünf Pilotstandorten. Es richtet sich an alle Kinder mit und ohne Migrationshintergrund mit erhöhtem Förderbedarf im Deutschen. Nun sind weitere sieben Einrichtungen (sechs Grundschulen und eine Kita) hinzugekommen. Aktuell werden durch MITsprache rund 300 Kinder in Salzgitter in ihrer sprachlichen Entwicklung gefördert.
Oberbürgermeister Frank Klingebiel sagte in seiner Begrüßung: „Gute Deutschkenntnisse sind die Grundlage für bessere Bildungs- und Entwicklungschancen – das gilt für Kinder mit Deutsch als Muttersprache und für Kinder mit anderen Muttersprachen. Die möglichst frühe Sprachförderung in Kita und Grundschule ist wichtig, da die Kinder so aktiver am Unterricht teilnehmen können und so auch das Miteinander in der Klasse gestärkt wird. Deswegen gilt mein großer Dank allen am Projekt MITsprache teilnehmenden Schulen, Kitas und Lerngruppen für ihre engagierte und wichtige Arbeit.“
Anna Koch-Söchting, kommissarische Fachdienstleiterin des Fachdienstes Bildung, ergänzte: „MITsprache ist ein tolles flankierendes Instrument für KiTas und Schulen. Der Ansatz, die Sprach- und Sprechkompetenz zusätzlich in Kleingruppen mittels verschiedener Sprachförderspiele zu stärken, ist sehr erfolgreich.“
Die anwesenden Schulleitungen und Verantwortlichen der Kitas berichteten von deutlichen Fortschritten beim Erwerb der deutschen Sprache, einer spürbar aktiveren Teilnahme der Kinder am sozialen Miteinander sowie am Unterricht und vom hohen Spaßfaktor für die teilnehmenden Kinder, die das Programm, welches auf Sprachförderspielen basiert, mit sich bringt.
Die Sprachförderung erfolgt strukturiert in zwei bis drei Kleingruppen (pro Schule oder KiTa) von maximal sieben Kindern und findet bis zu vier Mal wöchentlich statt. Die durchführenden pädagogischen Fachkräfte wurden zuvor geschult und den teilnehmenden Einrichtungen umfangreiche Materialien zur Verfügung gestellt. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der sozialpädagogischen Elternarbeit.
Finanziert wird MITsprache zum einen durch Fördermittel von drei Stiftungen (Stiftung Fairchance, Volkswagen-Belegschaftsstiftung und Heidehof Stiftung) in Höhe von über 130.000 Euro, anteilig über das Budget der Schulen (Eigenanteil) sowie über das Startchancenprogramm (Säule II) des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Braunschweig (RLSB). Die Stadt Salzgitter übernimmt in ihrer Funktion als Schulträger anteilig die Materialkosten an einzelnen Schulstandorten.