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Salzgitter

Herkulesstaude - Pflanze mit Gefahr für Mensch und Natur!

Umgangssprachlich wird sie Herkulesstaude oder auch Riesenbärenklau genannt und ist die größte Staude im europäischen Raum. Sie ist mittlerweile ein fester Bestandteil unserer Landschaft. Trotzdem soll einer weiteren Ausbreitung entgegengewirkt werden.

Beispiel einer Herkulesstaude.

Im Stadtgebiet von Salzgitter sind die bis zu 4 Meter hohen Blütenstauden mit den weißblühenden Dolden und den riesigen rhabarberähnlichen Blättern an vielen Stellen kaum zu übersehen. Ausgangspunkt war häufig nur ein einziger Sämling, der einmal zur Blüte gelangt bis zu 10.000 Samen bilden kann. Diese wiederrum können innerhalb weniger Jahre zu flächendeckenden Beständen von zum Teil mehreren hundert Quadratmetern führen. Bevorzugt werden dabei vor allem feuchte und lichte Standorte, wie Waldränder, Waldlichtungen, Bach- und Grabenböschungen, daneben auch Straßen- und Wegränder, Grünländereien und hin und wieder sogar Ackerflächen.

Gefahren für die Natur

Aus Sicht des Naturschutzes ist von Bedeutung, dass durch die bedrohliche Ausbreitung der Herkulesstaude eine Gefährdung anderer wildlebender Pflanzenarten verbundenen ist. Durch die außerordentlich starke Konkurrenzkraft und das teilweise massive Vordringen kommt es zu einer Verdrängung und vollständigen Veränderung der vorhandenen Pflanzenbestände. Schon innerhalb kurzer Zeit überwuchert die Staude alle unterlegenen Arten und bildet eindrucksvolle Dominanzbestände, was vor allem in Bereichen mit seltenen und ohnehin bedrohten Arten und Lebensgemeinschaften mit großer Sorge verfolgt wird. Zusätzliche Probleme treten auch an Gewässerrändern auf, wo neben der Verdrängung von typischen heimischen Ufergehölzen und Hochstauden eine verstärkte Erosion zu beobachten ist. Und selbst die Landwirtschaft ist betroffen, wenn Herkulesstauden in Äcker, Wiesen und Weiden eindringen und dort zum Teil schon zu Ertragsverlusten führen.

Unterschied zwischen Riesen- und Wiesenbärenklau

Riesenbärenklau (Herkulesstaude) Wiesenbärenklau
Wuchshöhe 150 bis 300 Zentimeter 50 bis 150 Zentimeter
Stängel Hohl mit roten Flecken Hohl ohne rötliche Flecken
Blätter 3 bis 5 teilig Ungleich, gelappt, blau-grün
Blütenform Doppeldolden, 30 bis 50 Zentimeter Durchmesser Tellerförmige Einzelblüten bis Doppeldolden, 25 Zentimeter Durchmesser
Blütenfarbe Weiß bis zart-rosa Weiß bis creme
Blütezeit Juni bis Juli Juni bis September
Giftig? Ja – Der Pflanzensaft bei Hautkontakt und hoher UV-Strahlung Nein
Vorsicht! Der Saft des Riesenbärenklaus (Herkulesstaude) ist giftig.
Harmlos: Der Wiesenbärenklau.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • PantherMedia / Nataliya Nikonova
  • PantherMedia / Nataliya Nikonova
  • Stadt Salzgitter
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